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Jagdgesetz-Nein: Das sind die Reaktionen

Das unterschiedliche Problembewusstsein in den Bergen und Städten spiegelt sich in den Reaktionen von Siegern und Verlierern zum revidierten Jagdgesetz. Erstere zeigen sich gesprächsbereit und kündigten einen neuen Anlauf an. Die unterlegenen Berggebiete fühlen sich im Stich gelassen.


Mit seinem Entscheid habe es das Stimmvolk verpasst, den Tier- und Artenschutz zu stärken und klare Regeln für das Nebeneinander von Wolf und Nutztieren zu setzen, bedauern Jagdschweiz, der Schweizer Bauernverband und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete (SB) in einer gemeinsamen Mitteilung. Ein fortschrittliches Jagdgesetz rücke nun in weite Ferne.

«Millionenschwere Machtdemonstration»

Das Stimmvolk habe sich leider täuschen lassen von der «millionenschweren Machtdemonstration der Tierschutz-Organisationen». Die Konflikte würden in den nächsten Jahren zunehmen und die betroffenen Älplerinnen und Älpler vor grosse Herausforderungen stellen.

Auf den Wolf reduziert

In den Städten und im Mittelland sei es nicht gelungen, die Nöte in den Bergen aufzuzeigen. Auch die hohe Stimmbeteiligung dürfte zur Ablehnung des revidierten Jagdgesetzes beigetragen haben, vermutete der Bündner CVP-Ständerat Stefan Engler am Fernsehen SRF. Auch sei es wohl nicht gelungen, aus den Köpfen zu bringen, «dass es uns nicht darum geht, den Wolf auszurotten».

Bergler im Stich gelassen

Man müsse sich nun fragen, ob man in den Bergen eine reine Wildnis wolle oder auch noch Menschen, «die hier leben und arbeiten». Die Sieger würden nun diesbezüglich eine grosse Verantwortung tragen. Die Bergbevölkerung fühle sich am heutigen Tag im Stich gelassen.

Leider sei es den Gegnern in einem sehr emotional geführten Abstimmungskampf gelungen, das neue Gesetz auf die Frage des Umgangs mit dem Wolf zu reduzieren, teilte die BDP Schweiz mit. Die Vorteile des neuen Gesetzes wie die Verbesserung der Lebensräume von freilebenden Wildtieren, der Unterstützung von Zugvogelreservaten, Schutzgebieten und Wildtierkorridoren durch den Bund seien dabei untergegangen.

Weg frei für bessere Lösung

Mit seinem Entscheid habe das Stimmvolk den Schutz von wildlebenden Tieren gestärkt, schreibt das siegreiche Nein-Komitee in einer Mitteilung. Das Nein mache klar, dass Bundesrat und Parlament den Schutz der Arten nicht verwässern dürfe, sondern mehr tun müsse für die Biodiversität. Die Ablehnung mache den Weg frei für eine bessere Lösung.

Das Nein zum Jagdgesetz war laut einer Mitteilung der SP Schweiz kein Votum der Städte gegen die Bergregionen, sondern gegen ein missglücktes Gesetz, für das die bürgerliche Parlamentsmehrheit verantwortlich sei.

Er anerkenne aber, dass das Problem den Berglern auf der Seele laste, sagte Ständerat Daniel Jositsch (SP/ZH) als Vertreter des Nein-Komitees im Fernsehen SRF. Das vom Volk abgelehnte Jagdgesetz sei jedoch zu weit gegangen. Man sei aber gesprächsbereit.

Neuer Anlauf in Wintersession

Urs Leugger-Eggimann, Präsident von Pro Natura, zeigte sich überzeugt, dass grosse Beutetiere und die Alpwirtschaft gut nebeneinander existieren können. Dazu brauche es einen guten Herdenschutz. So könnten einerseits die Bedürfnisse der Bergbevölkerung ernst genommen und gleichzeitig die Wolfsrudel erhalten werden.

Bereits in der Wintersession wollen Vertreter des Nein-Komitees eine Parlamentarische Initiative für ein «Jagdgesetz mit Augenmass» einreichen, dies im Dialog mit den Naturschutzorganisationen, aber möglichst auch mit den Jagdverbänden. Ziel sei die Regulation von Wölfen im verfassungsmässigen Rahmen und ohne Kompetenzübertragung auf die Kantone, so die Grünen in einer Mitteilung.

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