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Interview: «Ein Bergeinsatz ist eine horizonterweiternde Erfahrung.»

Caritas sucht jüngere Freiwillige für Bergeinsätze im Sommer, da durch den Coronavirus viele ausländische und ältere Helfer ausfallen. In einem Interview mit Caritas Schweiz haben wir nachgefragt wie, wo und wieso man helfen soll.


Langsam, aber sicher findet die Schweiz wieder zu einer gewissen Normalität zurück. Trotzdem wird die Corona-Krise in vielen Bereichen noch lange zu spüren sein. Davon betroffen sind auch zahlreiche Schweizer Bergbauern, denen es an Personal für die Bergeinsätze im Sommer fehlt.

Wie wir bereits berichteten, rief Caritas die Schweizer Bevölkerung dazu auf, sich für Freiwilligeneinsätze zu melden. Gesucht werden vor allem jüngere Freiwillige, die nicht zu einer Risikogruppe gehören. Wir haben bei Caritas nachgefragt wie, wo und wieso man helfen soll. Bernhard Ackermann von Caritas Schweiz gab uns Auskunft. Lesen Sie unten das gesamte schriftliche Interview.

Braucht es wegen der Corona-Krise mehr Freiwillige als in den Vorjahren? 

Bernhard Ackermann: Es braucht mehr Freiwillige, weil generell viele landwirtschaftliche Helfer aus dem Ausland nicht in die Schweiz einreisen konnten und momentan auch noch nicht können. 

Beim Caritas-Bergeinsatz sind 32% der Helfer aus dem Ausland und 10% gehören wegen ihrem Alter zu einer Risikogruppe und können deshalb nicht helfen.

Haben sich in der ausserordentlichen Situation bis jetzt mehr oder weniger Freiwillige gemeldet?

Erfreulicherweise melden sich aktuell viele Freiwillige. Dies hängt sicher auch mit der grossen medialen Resonanz für unseren Freiwilligenaufruf zusammen. So erfahren potentielle Freiwillige dass wir Helferinnen und Helfer suchen.

In welchen Regionen braucht es am meisten Freiwillige?

Momentan suchen wir viele Freiwillige für das Berner Oberland und die Zentralschweiz.

Was passiert, wenn sich nicht genug Freiwillige anmelden? 

Dann wird die Arbeitsbelastung für die Bauernfamilien noch grösser. Einiges bleibt liegen. Burn-Out und weitere Erkrankungen sind keine Seltenheit. 

Wie kann man gerade jüngere Freiwillige für einen Bergeinsatz anwerben? Was sind die Vorteile?

Ein Bergeinsatz bietet die einmalige Erfahrung in eine komplett neue Rolle in einem häufig ganz unbekannten Umfeld zu schlüpfen und echte Solidarität zu leben. Der enge Austausch mit den Bauernfamilien relativiert die eigenen Sorgen und Ängste. Ja und die Abstinenz von Computer und urbanem Stress ist für fast alle ein wohltuender Ausgleich. Auch wenn die körperliche strenge Arbeit manchmal richtig müde machen kann.

Welche Arbeiten gibt es konkret?

Einerseits verrichten Freiwillige klassische Alparbeiten wie Heuen, Zäunen, Unkraut mähen. Es ist aber auch so, dass viele Familien froh sind für Unterstützung im Haushalt oder der Kinderbetreuung. Alle Betriebe beschreiben sich auf www.bergeinsatz.ch selbst und deklarieren welche Arbeiten zu verrichten sind. Da lässt sich für jeden Geschmack etwas finden. Viele Arbeiten können sehr gut ohne Vorkenntnisse ausgeführt werden.

Wie viel Mitbestimmungsrecht bezüglich Arbeit/Arbeitsverteilung haben die Freiwilligen? 

Die Bauernfamilie weiss was gemacht werden muss und entscheidet über die Arbeitsverteilung. Sie geht natürlich nach Möglichkeiten auf die Bedürfnisse und Wünsche der Freiwilligen ein. Die Freiwilligen arbeiten nach Fähigkeiten und Interesse so gut mit wie sie können mit. 

Die Details zu den Grenzöffnungen sind noch unklar, was passiert wenn die Grenzen wieder rechtzeitig öffnen? Sollten die Interessierten mit der Anmeldung noch warten?

Ich empfehle allen Interessierten aus der Schweiz sich gleich für einen Einsatz und somit eine wirklich horizonterweiternde Erfahrung anzumelden. Freiwillige aus dem Ausland warten am besten mit der Anmeldung bis die Einreiseeinschränkungen aufgehoben sind. 

Kontakt

Alle Infos über den Bergeinsatz sowie ihren künftigen Traumbetrieb finden Sie auf www.bergeinsatz.ch

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