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Interview: «Die SwissSkills waren ein Sprungbrett für mein Berufsleben»

Im Jahr 2011 hat der gelernte Landmaschinenmechaniker Stefan Habegger aus Tramelan (Bern) die SwissSkills gewonnen. Heute ist er Fachlehrer im Bildungszentrum des AM Suisse in Aarberg. Neun Jahre nach seinem Sieg blickt er zurück auf diese Zeit und erklärt, weshalb er sich für seinen Beruf entschieden hat.


AM Suisse: Welche Erinnerungen haben Sie an den Wettkampf?

Stefan Habegger: Ich denke mit einem positiven Gefühl an die SwissSkills zurück. Es war ein einmaliges Erlebnis für mich.

Wie war es, auf dem Podest zu stehen?

Bevor es soweit war, war ich eher ratlos. Die Liste wird von hinten runtergelesen und ich dachte zuerst, man hätte mich vergessen. Als feststand, dass ich gewonnen habe, konnte ich es kaum glauben. Es war ein tolles Gefühl, auf dem Podest zu stehen.

Wie war die Stimmung während des Wettkampfes?

Der Wettkampf selbst besteht aus verschiedenen Posten und man hat wenig Kontakt mit seinen Mitstreitern. Der Wettkampf dauert 1.5 Tage und alle Teilnehmer haben gemeinsam in Aarberg übernachtet. Die Stimmung am Abend war speziell, da sich nicht alle über die bereits absolvierten Posten austauschen wollten. Der Umgang mit den Experten war aber sehr angenehm.

Waren Sie während des Wettkampfs nervös?

Nein, ich glaube nicht. Ich hatte nichts zu verlieren. Das Resultat hatte keinen Einfluss auf meinen Lehrabschluss, der war schon durch. Vielleicht lag meine Ruhe auch daran, dass ich etwas älter war. Ich habe zuerst eine Matura gemacht, bevor ich mich für die Lehre als Landmaschinenmechaniker entschieden habe.

Haben Sie Tipps für zukünftige Teilnehmer?

Sie müssen nicht nervös sein. Die Lehre haben sie bereits abgeschlossen, sind technisch also bereit, und die SwissSkills sind noch das Sahnehäubchen oben drauf. Die Teilnahme ist ein super Erlebnis. Man soll sich aber bewusst sein, dass der Druck hoch sein kann, wenn einem plötzlich so viele Leute bei der Arbeit zuschauen. Vor allem bei den grossen SwissSkills in Bern.

Empfehlen Sie eine Teilnahme weiter?

Ja, auf jeden Fall. Ich empfehle jedem, der eine Einladung erhält, sofort mitzumachen. Man kann mit einer Teilnahme an den SwissSkills nur gewinnen.

Was hat Ihnen der Sieg rückblickend gebracht?

Auf persönlicher Ebene war es ein sehr schönes Erlebnis und der Sieg war auch mein Eintrittsticket zu den EuroSkills 2012 ein weiteres aufregendes Erlebnis. Beruflich war der Sieg für mich ein Sprungbrett im Berufsleben. Mit den gewonnenen Ausbildungs- Gutscheinen konnte ich meine Weiterbildung finanzieren. Das war sehr wertvoll. Ausserdem hat es mich in der Branche auch bekannt gemacht. Meine aktuelle Position als Fachlehrer im Dachverband habe ich unter anderem auch dank den SwissSkills bekommen.

Weshalb haben Sie den Beruf Landmaschinenmechaniker erlernt?

Mein Werdegang ist nicht gerade 0815. Ich habe zuerst meine Matura in Physik und Mathematik gemacht und wollte ursprünglich studieren. Die Besuchstage an verschiedenen Universitäten und eidgenössischen technischen Hochschulen haben mich aber gar nicht überzeugt. Es war mir alles zu abstrakt und theoretisch. Ich wollte mit den Händen arbeiten. Um herauszufinden, welcher Beruf am besten zu mir passt, habe ich im Berufswahlzentrum einen Test gemacht. Dort hat sich gezeigt, dass ein mechanischer Beruf etwas für mich ist. Nach zwei Schnupperlehren als Landmaschinenmechaniker, war der Fall für mich klar. Mein Vater ist ausserdem ebenfalls Landmaschinenmechaniker und so kannte ich den Beruf bereits gut. Als Kind habe ich auch viel auf dem Bauernhof meines Onkels geholfen.

Was schätzen Sie an Ihrem Beruf besonders?

Die Vielfalt der täglichen Arbeit. An einem Tag repariere ich einen Rasenmäher, am nächsten stehe ich auf dem Feld und repariere einen Mähdrescher. Hinzu kommt, dass man enorm viele Perspektiven in diesem Beruf hat, was Weiterbildung anbelangt.

Welche Weiterbildungen haben Sie nach Ihrer Lehre absolviert?

Als erstes habe ich den Werkstattleiter gemacht. Heute ist das der Diagnosetechniker. Später habe ich dann die Meisterprüfung absolviert. Da habe ich bereits in Aarberg gearbeitet. Als Fachlehrer ist man ausserdem verpflichtet, bestimmte pädagogische Ausbildungen zu machen.

Was war Ihre Motivation, um Fachlehrer und Meister zu werden?

Ich mache meinen Beruf sehr gerne. Diese Begeisterung und mein Wissen möchte ich weitergeben. Das war meine Hauptmotivation. Bereits während der Lehre habe ich jüngeren Lernenden gerne geholfen.

Was geben Sie Jugendlichen mit auf den Weg, die sich ebenfalls für diesen Beruf interessieren?

Unser Beruf ist sehr interessant. Und auch wenn es nicht immer perfekt läuft, sollte man dranbleiben und nicht gleich aufgeben. Ausserdem kann man sich im Betrieb jederzeit Unterstützung holen.

Würden Sie die Lehre als Landmaschinenmechaniker erneut absolvieren?

Ja, ich würde alles nochmals gleich machen. Es braucht Leute, die eine Lehre machen. Jugendliche sollen sich bewusst sein, dass das keine Sackgasse ist. Mit einem Lehrabschluss kann man sehr weit kommen.

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