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Interview: «Das Dessert war in der Tat speziell»

Anita Mosimann heisst die Siegerin der 12. Staffel der Landfrauenküche. Im Interview erzählt sie, wie ihr die Sendung gefallen hat.


Nun ist sie vorbei, die Landfrauenküche 2018. Ein letztes Mal kochten Christine Egger aus Zihlschlacht TG, Caroline Schweizer aus Buus BL, Anita Mosimann aus Affoltern im Emmental BE, Cornelia Hiltebrand aus Teufen ZH, Karin Caminada aus Almens GR, Katrin Kissling aus Rickenbach SO und Yvonne Heinzer aus Muotathal SZ vor Publikum. Diesmal kochten sie gemeinsam und nicht im Wettbewerb gegeneinander im SRF-Studio in Zürich. Nicht weniger als zweieinhalb Stunden spannte Moderator Nik Hartmann die Landfrauen und die Zuschauer im Studio sowie zu Hause vor dem Bildschirm auf die Folter. Dann endlich gab er den Namen der Siegerin bekannt: Es ist die Emmentalerin Anita Mosimann. Die BauernZeitung hatte Gelegenheit, gleich am Morgen nach dem Sieg mit der glücklichen Gewinnerin zu sprechen.

Bauernzeitung: Anita Mosimann, herzliche Gratulation zum Sieg der Landfrauenküche 2018. Haben Sie mit dem Sieg gerechnet, war da ein Bauchgefühl vorhanden?

Anita Mosimann: Nein. Nie im Leben habe ich damit gerechnet, dass ich gewinne. Ich war so glücklich, dass ich bei der Sendung überhaupt mitmachen durfte. Und die anderen sechs Landfrauen haben alle sehr gut gekocht. Wir hatten eine super Zeit. Jede hätte den Sieg verdient.

Aber Ihr Dessert kam ja schon sehr gut an. Sogar BauernZeitungs-Redaktor Peter Fankhauser hätte am liebsten 20 Punkte dafür vergeben, und er wartet immer noch auf eine Gelegenheit, es persönlich probieren zu dürfen.

Das Dessert war in der Tat schon sehr speziell (lacht). Aber ich war mir überhaupt nicht sicher, wie bei den Landfrauen Fisch als regionale Spezialität des Emmentals ankommt. Obwohl, der Fisch ist ja von unserem Hof und gehört zu uns. So haben sich das Dessert und der Fisch bei der Bewertung wahrscheinlich wieder ausgeglichen, denke ich.

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Ihr Name als Siegerin aufgerufen wurde?

«Das ist doch nicht richtig, alle haben es verdient!» Man nimmt den Sieg einerseits wahr und auf der anderen Seite doch wieder nicht. Es war, als wäre ich in einem anderen Film. Bis die Information dann richtig zu mir durchdrang, brauchte es einen Moment.

Wie gut haben Sie nach dem Sieg geschlafen?

Wir haben bis in die frühen Morgenstunden zusammen gefeiert und genossen den Moment sehr. Als ich dann endlich im Bett war, dauerte es noch eine Weile, bis ich ganz herunter fahren konnte. Aber ich habe doch 2,5 Stunden geschlafen und fühle mich gut. Landfrauen brauchen nicht viel Schlaf! Das holen wir später nach (lacht herzhaft).

Wie waren die Reaktionen gleich nach dem Sieg? Mein Telefon war nicht eingeschaltet, darum bekam ich noch nicht so viel mit. Heute Morgen habe ich jedoch die ersten Whatsapps gelesen. So viele Gratulationen! Ich nehme alles der Reihe nach. Im Hotel in Zürich waren wir Berner und die Bündner untergebracht. Wir genossen die Zeit gestern einfach untereinander.

Wer gratulierte Ihnen zuerst?

Ich meine, zuerst Trauffer und dann Matthias Sempach, die überreichten ja die Blumen. Und dann, glaube ich, Aschi, mein Mann. Aber so genau weiss ich das nicht mehr. Ich muss wahrscheinlich die Sendung nachschauen, damit ich das richtig beantworten kann (schmunzelt).

Wie waren die Rückmeldungen während der Sendung? Sind Sie nun berühmt und werden beim Einkaufen an der Kasse erkannt?

Man kann nirgends mehr hin, ohne erkannt zu werden. Es gab unglaublich viele Reaktionen: unzählige Briefe, Telefone, Mails und Whatsapps. Bis jetzt konnte ich noch nicht auf alles persönlich reagieren. Ich habe mir vorgenommen, sobald es geht, dies zu tun. Aber vielleicht wird es ein wenig zu viel. Ich nehme es, wie es kommt. Wir fahren zuerst einmal nach Hause.

Würden Sie wieder mitmachen bei der Sendung Landfrauenküche? Was war besonders nervig und/oder besonders toll?

Ich würde jederzeit wieder mitmachen. Es ist ein Riesenerlebnis. Ich habe neue Freundschaften mit Landfrauen aus der ganzen Schweiz geschlossen. Ich denke, das sind Kontakte, die bleiben. Die Dreh-Woche ist eine happige Zeit, aber man stellt sich darauf ein. Mir fällt eigentlich nichts Negatives dazu ein. Was bei uns Landfrauen weniger gut ankam, ist die «schonungslose Sendungskritik» der BauernZeitung. Aus der Ferne und nur am Fernseher kann man die Menüs doch gar nicht bewerten. Dass nicht immer die gleichen zwei Redaktionsmitglieder kommentierten, fanden wir unfair. (Anm. der Redaktion: Wir nehmen diese Kritik gerne entgegen.)

Wie viele Kilos haben Sie nach sechs Wochen Schlemmen bei den Landfrauen zugenommen?

Überhaupt keine. Der Stress während der Dreh-Woche egalisiert die vorzüglichen Essen bei den anderen Landfrauen.

Wenn Sie wählen könnten, wen würden Sie gerne einmal bekochen?

Da fällt mir niemand ein. Ich habe ein offenes Haus. Wer will, kann bei uns vorbeikommen. – Aber bitte auf Voranmeldung!

Dann darf Kollege Fankhauser also bei Ihnen vorbeischauen?

Ja, aber wie gesagt, er soll vorher anrufen.

Gibt es etwas, mit dem Sie Ihre Kochkünste verbessern oder ergänzen möchten (z. B. neue Kochtechnik, ein besonderes Menu, Kochkurs als Inspiration …)?

Bis jetzt kam an, was ich kochte. Ich glaube, ich lasse meine Kochkünste so, wie sie sind…

Was sind Ihre Vorsätze fürs neue Jahr?

Alles «voreweg» nehmen. 2018 stand ganz im Zeichen der Landfrauenküche, wir schauen, was 2019 bringen wird. Unter den Landfrauen haben wir abgemacht, dass wir uns bald wieder sehen werden.

Noch eine Frage zum Abschluss: Wer hat zu Ihren Kühen geschaut?

Wir haben zwei Melker angestellt. Die machten den Stall, damit wir das Finale so richtig geniessen konnten.

Interview Esther Thalmann 

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