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Internet in Zentralschweizer Landregionen: Wenn die Verbindung nicht funktioniert

Landwirte sind darauf angewiesen, ihre Meldungen online zu machen. In Randregionen ist eine zuverlässige Verbindung noch nicht garantiert.


Immer noch kämpfen viele Landwirtschaftsbetriebe und Privathaushalte in ländlichen, abgelegenen Gebieten mit einer langsamen Internetverbindung. Wir haben mehrmals darüber berichtet. Heute werden Tierverkehrsmeldungen, Finanzverkehr und Betriebsdaten über das Internet erfasst. Mit einer langsamen oder unterbrochenen Leitung ist die Büroarbeit für die Betroffenen entsprechend mühsam.

Gesetzliche Vorschrift

Per Gesetz (Grundversorgung) muss die Swisscom dafür sorgen, dass die Versorgung mit Breitbanddiensten mit 3 Mbit/s gewährleistet ist. Das gilt auch für Liegenschaften ausserhalb des Dorfes. Ab 1. Januar 2020 sind es sogar 10 Mbit/s, die neu gewährleistet werden müssen. Trotz des Gesetzes und den Versprechungen der Swisscom, den Router für den Bezug der Grundversorgungsprodukte kostenlos zur Verfügung zu stellen und eine Grundversorgung zu sichern, sind viele Regionen noch immer nicht ausreichend versorgt, um Meldungen online zuverlässig erfassen zu können.

Stark betroffenes Entlebuch

Das Landwirtschaftsforum Entlebuch, die Unesco Biosphäre und die Region Luzern West arbeiten am Projekt der Internetgrundversorgung mit der Swisscom. Gerade im stark betroffenen Escholzmatt, welches teils sehr schlechte Verbindung hat, sei zudem das Mobilfunknetz schlecht.

Zum Teil seien die Betriebe völlig von der Restwelt abgeschnitten, erklärt Hella Schnider vom Bäuerinnen- und Bauernverein Flühli-Sörenberg, welche sich stark für dieses Projekt einsetzt. «Was ist bei einem Brand, wenn sowohl Telefon, wie auch Handy nicht funktionieren? Die Betroffenen müssen dann wohl mit dem Auto zum nächsten Nachbarn fahren, der Verbindung hat», so Hella Schnider.

Wetterabhängige Verstärker

Es gebe schon einige Betriebe, bei denen sich die Verbindung teilweise verbessert habe. «Zu all dem kommt, dass die Verstärker-Antennen, die installiert wurden, sehr wetterabhängig funktionieren. Wenn es stark regnet oder wettert, ist das wie bei einer Antenne auf der Alp, sie hat keinen Empfang», erklärt Hella Schnider. «Die betroffenen Personen sind sehr frustriert und hoffen endlich auf eine Lösung, um nicht mehr von der Restwelt ‹abgesägt› zu sein», so Hella Schnider zur Stimmung der betroffenen Bauern.

Extra ins Dorf

Auf dem Betrieb von Peter Zemp im Grabenmätteli in Escholzmatt ist die Verbindung extrem schlecht. «Bei uns hat nicht mal die Zusatzantenne Empfang und bei schlechtem Wetter funktioniert sowieso nichts mehr», so Zemp. Seine TVD-Meldungen macht Peter Zemp mit demHandy, dazu müsse er ins Dorf fahren, wo es eine bessere Verbindung gebe. «Bei der Umstellung der Telefonie meinte die Swisscom nur, dass ihnen klar sei, dass rund 60 Prozent der Kunden abspringen würden. Sunrise macht schon gar kein Angebot bei uns, weil die Verbindung nicht möglich ist», berichtet Peter Zemp. Franziska Jurt

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