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Intensives Seilziehen um weitere 2000 Tonnen Importbutter

Die Butterlager sind auf historischem Tiefstand. Deshalb wird in der Branchenorganisation Milch (BOM) um ein weiteres Importgesuch gerungen. Am Freitag fällt der Entscheid, ob dieses von der BOM mitgetragen wird. Das ist abhängig davon, ob die Produzenten ein weiteres Preissignal erhalten.


Ende letzter Woche befanden sich noch 588 Tonnen Butter in den Tiefkühllagern der Schweizer Hersteller. Das sind rund 4000 Tonnen weniger als ein Jahr zuvor. Dieser historische Tiefstand kommt nicht überraschend, deshalb hat die BOM Ende April grünes Licht gegeben für ein Importgesuch im Umfang von 1000 Tonnen.

Manko von 3200 t Schweizer Butter im laufenden Jahr

Diese Menge reicht aber offenbar nicht aus, um den Bedarf zu decken. Deshalb wird in der zuständigen Arbeitsgruppe der BOM derzeit hart gerungen um die Frage, ob man ein weiteres Importgesuch stellen will.

Wie die Schweizer Milchproduzenten (SMP) heute Nachmittag mitgeteilt haben, sei diesbezüglich noch keine Einigung erzielt worden. Fest stehe, dass man für das laufende Jahr mit einem Manko an inländischer Butter von nicht weniger als 3200 Tonnen rechnen müsse.

2000 Tonnen davon seien bekanntlich bereits zur Einfuhr zugelassen, schreiben die SMP weiter. Damit beziehen sie sich auf die 1000 bewilligten Tonnen von Ende April und weitere 1000 Tonnen, die durch Gegengeschäfte und verbliebenen sogenannten Coupons auch ohne Importgesuch eingeführt werden können.

SMP: Milchfettpreise ausserhalb der Butter anheben

Für die SMP habe die Versorgung des Inlandmarktes, insbesondere des Schweizer Detailhandels, Priorität, heisst es in der Mitteilung weiter. In der aktuellen Marktsituation sei dies für die Schweizer Milchproduzenten eine Frage der:

  • Import-Dosierung sowie der Daten-Transparenz,
  • Von preislichen Anreizen für die Milchproduzenten (Milchpreis) und
  • Von der strategischen Bereitschaft, die Prioritäten partiell etwas mehr auf den Inlandmarkt auszurichten.

Der aktuelle Mangel an Rahm und Milchfett sei für die Produzenten deshalb die logische Begründung, die Milchfettpreise auch ausserhalb der Butter anzuheben. Dazu gebe es aber aktuell wenig Bereitschaft. Deshalb sei vorerst keine Einigung zustande gekommen, so die SMP.

Ihre Mitteilung dürfte denn auch den Hauptzweck haben, im Hinblick auf die nächste Verhandlungsrunde, die dem Vernehmen nach für Freitag geplant ist, in der BOM-Arbeitsgruppe zusätzlichen Druck aufzubauen, um dort das erwartete Preissignal auszulösen.

Ein erstes Preissignal hat man erhalten, aber...

Im Rahmen der Verhandlungen für die erste Tranche ist es den SMP Ende April bereits einmal gelungen, ein Preissignal zu erhalten. Damals konnte man einen Aufschlag von 0,6 bis 1 Rp. für die Milch aushandeln, welche für die Butterproduktion vorgesehen ist. Diese Aufschläge werden ab Juli bezahlt, allerdings sind sie teilweise durch Abzüge für die ungenügende Deckung der Nachfolgelösung im Schoggigesetzt wieder zunichte gemacht worden, was bei den Produzenten für einige Frustration gesorgt hat.

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