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Innovationspreis: Ideen bewähren sich im Alltag

Ehemalige Gewinner des bäuerlichen Innovationspreises erzählen, wie es mit ihren Erfindungen weiterging. Das Fazit: das Tüfteln hat sich gelohnt.


von Deborah Rentsch
Publiziert: 14.06.2019 / 08:13

Das Zäunen von Weiden gehört zum Alltag von Thomas Moser. «Geht das nicht rationeller?», fragte sich der Landwirt aus Altwis LU und begann, an einem Konstrukt zu arbeiten. Seinen «Draht Speedy» stellte er 2011 am Innovationswettbewerb der Messe Suisse Tier vor.

Wiederkehrender Wettbewerb

Alle zwei Jahre werden Innovationswettbewerb am  die besten Tüfteleien der Landwirte prämiert. Heuer ist es wieder soweit, Innovation ist gefragt. So wie jene von Thomas Moser, die damals gewann. Die Idee dahinter ist einfach: An einem Zwischenstück aus Metall kann man mit dem Akkubohrer ansetzen und so die Haspel maschinell drehen - ohne der Weide entlang zu marschieren. Doch obwohl diese Innovation gewann, setzte sie seither nicht zum Höhenflug an. Abgesehen von einer kleinen Charge an einen Händler und einzelnen verschenkten Stücken verbreitete sich die Erfindung nicht. Es haperte bei Vermarktung und Absatz. Moser sieht es trotzdem als Gewinn: «Ich wende meine Erfindung oft an – auch wenn ich nur 20 Meter Zaun aufwickeln muss.»

Füttern per Schublade

Einer, der vom «Zaunband- Speedy» gehört hat, ist Markus Hürlimann. Er baute Mosers Idee kurzerhand nach. Daneben bastelt er an eigenen Ideen. Eine davon, seine Heuschublade, gewann 2017 den Innovationspreis. Diese Schublade vereinfacht dem Landwirt aus Walchwil ZG die tägliche Fütterung seiner Kühe. Hürlimann zimmerte aus Holz und einem alten Antrieb eines Garagentors eine Schiebetür. Diese kann er per Knopfdruck öffnen, sobald er auf dem Heukran sitzt. Das Heu plumpst direkt ins Futtertenn, woraufhin die Luke sofort wieder geschlossen werden kann. Seit er den Innovationspreis gewonnen hat, entwickelte der Tüftler die Idee weiter. Er hat eine zweite Heuschublade gebaut, im Jungviehstall, der etwa 10 Minuten vom Hof entfernt liegt. Diese Schublade ist sogar mit einer Zeitschaltuhr ausgerüstet. Zur gewünschten Zeit öffnet sich also die Türe und die Tiere erhalten ihre Portion Heu. «So muss ich nur noch einmal am Tag im Stall vorbei, um zu füttern», erklärt Hürlimann zufrieden.

Gewinn gab Schub

Am Innovationswettbewerb werden nicht nur technische Ideen prämiert. 2015 nahmen Ernst Vogel und Christoph Bamert den Preis stellvertretend für den Verein Zentralschweizer Schafhalter entgegen. Sie hatten das Label «Zentralschweizer Lamm» ins Leben gerufen. Produzenten, die ihre Lämmer unter diesem Namen vermarkten, können aktuell mit gegen 300 Franken pro Lamm rechnen. Verarbeitet werden die Lämmer von einer lokalen Metzgerei. «Über diese Zusammenarbeit sind wir dankbar», sagt der heutige Geschäftsführer Werner Wicki. Anschliessende Hauptabnehmer sind Grossverteiler und Gourmet-Betriebe im Kanton Luzern. Für die Landwirte ist es ein Mehraufwand: Die Tiergeschichte muss erfasst, die Qualität gewährleistet sein und das Tier darf die Zentralschweiz nie verlassen. «Doch es lohnt sich», meint Wicki. Dank dem Wettbewerb habe das Projekt Schub erhalten. «Wir starteten mit 20 Produzenten und hatten Mühe, neue Landwirte zu gewinnen», so Wicki. Heute liefern 53 Landwirte ihre Lämmer. «Unser Ziel ist erreicht. Jetzt wollen wir das Produktions-Level halten.»

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