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Im Ackerbau ist jetzt Geduld beim Pflanzenschutz gefragt

Die kühle und nasse Witterung in den letzen Wochen verzögert die Feldarbeiten.


Steigen die Temperaturen im Boden auf 5 °C an und werden Lufttemperaturen von zehn bis zwölf Grad erreicht, verlässt der Rapsstängelrüssler sein Winterquartier und fliegt in die Rapsparzellen ein. Um den Haupteinflug zu erfassen, sind regelmässige Kontrollen der Gelbfallen unumgänglich. Nach dem Einflug folgt der Reifungsfrass, welcher ungefähr zehn Tage dauert. Von nun an bohrt das Weibchen den Stängel an und legt die Eier in die Rapspflanzen.

Tipps der Woche

  • Den Raps auf den Stängelrüssler kontrollieren.
  • Die Düngerstartgabe beim Getreide beachten.
  • Bei der Rübensaat ist Geduld gefragt.

Rüssler in Gelbfallen

Aktuell konnten bereits an einigen Standorten Stängelrüssler in den Gelbfallen beobachtet werden. Eine Bekämpfung war jedoch aufgrund des Niederschlags in den vergangenen Tagen oft nicht möglich. Eine einzige Insektizidmassnahme für die Stängelrüsslerbekämpfung sollte ausreichen. Diese sollte vier bis fünf Tage nach dessen Haupteinflug erfolgen (Schadschwelle beachten). Zur Bekämpfung eignen sich Pyrethroide wie Cypermethrin, Decis oder Karate Zeon. Werden zusammen mit dem Stängelrüssler bereits erste Glanzkäfer festgestellt, ist der Einsatz von Talstar oder Blocker sinnvoller, um der Resistenzproblematik beim Glanzkäfer entgegenzuwirken. Es gilt zu beachten, dass Pyrethroide maximal einmal pro Kultur und Jahr zum Einsatz kommen dürfen. Beim Einsatz der Pflanzenschutzmittel müssen die Gewässerabstände beachtet werden. Die Abstandsauflagen zu Gewässern bei Cypermethrin betragen 100 m ohne driftreduzierende Düsen. Mit Injektordüsen und angepasstem Druck kann der Abstand reduziert werden.

Kräftiges Wintergetreide

Das Wintergetreide konnte sich im Herbst und dank des milden Winters bereits kräftig entwickeln. Viele Weizenbestände haben bereits stark bestockt. Wo die Startgabe noch nicht erfolgt ist, steht diese bei der nächsten Gelegenheit an. Im Idealfall werden bei der ersten Stickstoffgabe auch die beiden Nährstoffe Magnesium und Schwefel gedüngt. Gerade im Frühling, wenn die Bodentemperaturen noch tief sind, können diese beiden Nährstoffe nur ungenügend mineralisiert werden.

Dazu kommt, dass Schwefel im Boden kaum gespeichert wird und gerade bei Betreiben ohne Hofdünger und mit leichten Böden Schwefelmangel auftreten kann. Mit der Bestockungsgabe wird neben der Seitentriebbildung auch die Bildung der Ährenanlagen gefördert. Daher sollte auch bereits üppig bestocktes Getreide mit einer leichten Stickstoffgabe (zirka 30 kg N/ha) in der Hauptbestockung angedüngt werden. Spätsaaten von Winterweizen nach Zuckerrüben sind oft noch weniger stark entwickelt und benötigen eine angemessene Startgaben von rund 50 kg N/ha.

Geduld bei Rübensaaten

In weiten Teilen der Schweiz ist aktuell noch nicht an die Rübensaat zu denken. Die Zuckerrübe verträgt Verdichtungen sehr schlecht und reagiert mit einer Wurzelverzweigung auf Verdichtungshorizonte. Daher ist in ­diesem Frühling bei der Bodenbearbeitung besonders Fingerspitzengefühl gefragt. Ein Absenken des Luftdrucks und ein Montieren von Doppelrädern sollte vor dem Befahren der Parzellen unbedingt erfolgen. Weitaus wichtiger ist jedoch ein genügend langes Warten, bis der Boden auch in tieferen Schichten abgetrocknet ist. Viele Gründüngungen, welche vor den Zuckerrüben angebaut wurden, froren im vergangenen Winter nicht ab. Da die Zuckerrübe nach der Saat bis zum Reihenschluss keine Unkrautkonkurrenz verträgt, sollte vor der Aussaat ein unkrautfreies Saatbett erstellt werden.

Der Einsatz ist beschränkt

Neben einem oberflächlichen Auseggen der grün gebliebenen Gründüngungspflanzen, kann die Verunkrautung auch mit einem Totalherbizid beseitigt werden. Damit die Beiträge für die reduzierte Bodenbearbeitung ausgelöst werden können, ist der Einsatz des Totalherbizids Glyphosat auf 4,1 l/ha oder 1,5 kg Wirkstoff/ha beschränkt.

Die Bekämpfung von Ölrettich und Senfarten ist mit dieser Glyphosatmenge eine Herausforderung. In Gebieten mit hartem Wasser sollten der pH-Wert und die Wasserhärte der Spritzbrühe mit geeigneten Zusatzstoffen angepasst werden. In kalkhaltigem Wasser kann die Wirkung von Glyphosat um bis zu 70% reduziert sein.

 

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