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IG Anbindestall wehrt sich gegen das Obligatorium von RAUS und BTS

Die IG Anbindestall hat Ihre Stellungnahme zum Gegenentwurf zur Massentierhaltungs-Initiative veröffentlicht. Darin betont die Interessengemeinschaft, dass die Programme RAUS und BTS nicht obligatorisch werden dürfe.


Die Anbindehaltung sei keine Massentierhaltung, schreibt die IG Anbindestall Schweiz in ihrer Stellungnahme. «Mit Raus und Weidehaltung stehen Anbindeställe für eine bewährte, nachhaltige, ressourcenschonende, tiergerechte und ökologische Tierhaltung, die namentlich im Berg- und Hügelgebiet von grosser Bedeutung ist», so die IG weiter. Viele vor allem kleinere Betriebe im Berggebiet könnten an den Programmen RAUS und BTS gar nicht teilnehmen. Zudem würden keine Tierwohl-Förderbeiträge mehr ausgezahlt, was einen Strukturwandel hin zu grossen Ställen bedeuten könnte.

Um dies zu verhindern, setzte es sich die IG Anbindestall Schweiz laut Stellungnahme zum Ziel, den Anbindestall für Rindvieh als tiergerechte Haltungsform weiterhin zu erhalten.

Die IG Anbindestall nennt diese Punkte als Vorteile eines Anbindestalls:

- Der Ammoniakausstoss ist verschwindend gering im Vergleich zum Laufstall.

- Die Kosten für Neubauten sind tiefer bei Anbindeställen, dies ist vor allem für die Mehrstufenbetriebe im Berggebiet wesentlich

- Der Landverschleiss bei Anbindeställen deutlich geringer aufgrund der kleineren benötigten Fläche pro GVE, was besonders bei Bauten in Hanglage sehr massgebend ist.

- Die Gesundheit der Klauen und Gelenke ist nachweislich besser im Anbindestall, weil die Kühe im Strohbett trocken, weich und sauber stehen und liegen, was wiederum das Risiko für Klauenerkrankungen wie Mortellaro stark verringert.

- Die rangniederen Tiere haben im Anbindestall ihren eigenen Platz, wo sie zu jeder Zeit ohne Stress in Ruhe und Sicherheit trinken, fressen und liegen können.

- Behornte Tiere sind im Anbindeställen viel häufiger anzutreffen als in Laufställen.

- Besseres Handling, Kühe aus Anbindehaltung sind ruhiger im Umgang und bestens an das Führen an der Halfter und das Verladen gewohnt.

Grundsätzlich bestehe keine Notwendigkeit für die Massentierhaltungs-Initiative und deren Gegenvorschlag, da es in der Schweiz überhaupt keine Massentierhaltung gäbe und durch den laufenden Strukturwandel in der Landwirtschaft die modernen, tierfreundlichen Haltungssysteme stark gefördert wurden.

Zusätzlich kritisiert die IG Anbindestall Schweiz die fehlende Regelung der Importe, die sich nicht an die Produktionsstandandard hierzulande halten müssen, was für die Schweizer Produzenten enorme wirtschaftliche Folgen hat. Die daraus resultierenden Preisunterschiede würden zudem dadurch verstärkt, dass die Konsumentenpreise in der Schweiz ohne die Direktzahlungen für BTS und RAUS steigen würden. Auch im Bereich Raumplanung und Ammoniakbelastung könnte es durch den Neubau von tierfreundlichen Ställen zu Konflikten kommen, so die Interessengemeinschaft

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