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Hunde erleiden viele Tierschutzverstösse

Der Schweizer Tierschutz STS zieht Bilanz: 216 dem Verband gemeldete Tierschutzverstösse hat die STS-Fachstelle Tierschutzkontrollen innerhalb eines Jahres abgeklärt. 17'912 Tiere wurden von Tierheimen und Auffangstationen von STS-Sektionen im Jahr 2016 aufgenommen. 


Mehr als 200 Meldungen über Verfehlungen von Tierhaltern bzw.  Zuwiderhandlungen gegen die Tierschutzgesetzgebung hat die STS-Fachstelle Tierschutzkontrollen zwischen Juni 2016 bis Mai 2017 bearbeitet. Mit Abstand am häufigsten weist der Jahresbericht der Fachstelle gemeldete Missstände bei der Haltung von Hunden aus, darunter mehrere Fälle von Zwingerhaltung.
Daneben traf der STS bei den rund 60 in der Berichtsperiode durchgeführten Besuchen vor Ort zum Beispiel im Kanton Luzern auf Hühner, die in einem Kaninchengehege lebten. Im Kanton Bern standen im Freiland gehaltene Schweine andauernd bis zum Bauch im Schlamm. Im Kanton Waadt blieben Schafe bei grosser Hitze tagelang ohne Wasser, neugeborene Lämmer starben unter Qualen. Und auf einem Erlebnishof im Kanton Genf waren die Verstösse gegen die Tierschutzgesetzgebung derart gravierend, dass der STS Strafanzeige gegen den Besitzer des Hofs einreichte.

Tierheim-Tiere

Gesamthaft 2'589 Hunde und 10'648 Katzen nahmen Sektionen des Schweizer Tierschutz STS im zurückliegenden Jahr auf. Dazu kamen 2'684 Nager und Kaninchen, 692 Reptilien, und 1'299 andere Tiere, hauptsächlich Vögel.  
Insgesamt ergibt das mehr als 17'900 Heimtiere. Weiterhin auffallend hoch ist - mit 6'154 Individuen - die Anzahl von Findelkatzen, die bei STS-Sektionen Aufnahme fanden. Für die erfolgreiche Arbeit in den Tierheimen spricht die grosse Zahl vermittelter Tiere im Verhältnis zur Gesamtzahl aufgenommener Tiere: Für 67% der Tierheim-Tiere konnte im Jahr
2016 ein neues Zuhause gefunden werden.

Noch mehr Katzen

3'369 verwilderte Katzen und 6'493 Katzen aus dem Umfeld von Bauernhöfen wurden im vergangenen Jahr eingefangen, tierärztlich versorgt und kastriert. Seit Beginn der Kastrationsaktionen vor 22 Jahren wurden bis heute über 160'000 Katzen kastriert. Dank diesen koordinierten Aktionen der STS-Sektionen ist es gelungen, die Katzenpopulation in der Schweiz auf einem stabilien Niveau zu halten. Der STS unterstützte die Kastrationsaktionen seiner Sektionen im Jahr 2016 mit einem Beitrag von rund CHF 380'000.--.
pd/sda

 

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