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Herdenschutz funktioniert: Pro Wolf werden weniger Nutztiere gerissen als früher

Laut der Gruppe Wolf Schweiz reisst ein Wolf heute weniger Nutztiere, als früher. Dass es trotzdem mehr Risse gibt, liege an der grösseren Wolfspopulation in der Schweiz.


In der Anfangsphase der Rückkehr der Wölfe in die Schweiz vor etwa 25 Jahren, seien pro Wolf deutlich mehr Nutztiere gerissen worden, als dies heute der Fall ist. Das beweise die Wirksamkeit des Herdenschutzes, schlussfolgert die Gruppe Wolf Schweiz. Dass der Schutz vor Nutztieren immer schwieriger werde, sei ein falscher Eindruck.

Vermehrung kompensiert den Rückgang

Dass trotzdem nicht weniger Risse festgestellt werden, begründet die Gruppe Wolf Schweiz mit der Zunahme der Wolfspopulation. Selbst wenn jedes Einzeltier weniger Nutztiere angreift als früher, da es mehr Wölfe gibt, gibt es auch mehr Risse.

Die Zahl der Wölfe in der Schweiz wächst seit Jahren. Sobald der Lebensraum gesättigt ist, erwartet man laut Bericht ein Abflachen der Kurve und eine Stabilisierung er Bestände. (Grafik: Kora)

Auch die Anzahl Risse von Nutztieren steigt. Der Anteil geschützter Herden könne aber nicht ausgewiesen werden. Basierend auf dem Jahresbericht der Herdenschutzfachstelle des Bundes könne man aber feststellen, dass die Zahl der trotz Herdenschutzhunden gerissenen Nutztiere sich «im tiefen einstelligen Bereich» bewege. Auch nur eine «kleine Minderheit» sei durch Zäune geschützt gewesen. (Grafik Kora)

Wenn hingegen pro Wolf mehr Nutztiere gerissen werden würden, bedeutete dies, dass die Grossraubtiere lernen würden, den Herdenschutz zu umgehen. Dies sei aber in der Schweiz nicht der Fall. 

Sinkende Tierbestände sind keine Erklärung

Die Zahl der Wolfsrisse sei stärker gesunken, als die schweizerischen Schaf- und Ziegenbestände. Geringere Risszahlen pro Wolf liessen sich daher nicht mit kleineren Tierbeständen begründen. 

«Der Grund dürfte beim Herdenschutz zu finden sein, der auch nach anderen Untersuchungen wirksam ist zur Vermeidung von Wolfsrissen», schliesst die Mitteilung der Gruppe Wolf Schweiz.

Schafe sind besonders gefährdet

Laut dem Bericht mit Zahlen und Fakten zur Einordnung von Wolfsrissen in der Schweiz fallen vor allem Schafe dem Wolf zum Opfer:

  • 94 Prozent der Nutztierrisse sind Schafe
  • 5 Prozent Ziegen
  • 1 Prozent andere Nutztiere (Gehegehirsche, Lamas, Alpakas, Rinder, Pferde, Esel usw.) Das entspreche zwischen 0 und 5 Tieren jährlich. 

Fast alle gerissenen Tiere der Rindergattungen waren laut Bericht frisch geborene Kälber. In zwei Fällen wurden mehrmonatigen Rinder gerissen. Schweizweit seien bisher weder ausgewachsene Kühe noch Tiere der Pferdegattung von Wölfen jemals gerissen worden. 

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