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Harzige Versteigerung in Les Reussilles: Das schöne Wetter als Bremsfaktor

An der 25. Viehversteigerung im bernisch-jurassichen Les Reussilles verkauften sich die Tiere schleppend. Es fehlte an kaufenden Bauern, diese waren auf den Feldern beschäftigt.


Nach der langen Regenperiode ist es diese Woche endlich wärmer geworden. Das gute Wetter war aber Schlechtwetter für die traditionelle Versteigerung in Les Reussilles. Der Publikumsaufmarsch war anders als bei den meisten bisherigen Durchführungen nur spärlich, weil die Bauern offensichtlich die Gelegenheit wahrnehmen mussten und wollten, um Futter zu ernten oder Getreide zu dreschen.

«Schon lange nicht mehr erlebt»

So etwas habe er jetzt schon sehr, sehr lange nicht mehr erlebt, sagte Auktionator Alois Wyss nach der «Mise de bétail» der Genossenschaften Tramelan und Montbautier. Wie üblich hatte der knapp 80-jährige Veteran des Versteigerungsgeschäfts alles gegeben, er rief die wenigen anwesenden Interessenten unermüdlich zu «Courage, courage, courage», also mutigen Kaufentscheiden auf. Er pries die Tiere an, was das Zeug hielt. «Fantastique» war dabei noch das bescheidenste Attribut.

Das alles nützte aber nur wenig. Rund ein Viertel der angemeldeten Tiere konnte wegen zu tiefer Gebote nicht verkauft werden. Weitere rund 15 wurden gar nicht aufgeführt. Dafür kamen einige Ersatzkühe in den Ring. Der bezahlte Preis für die rund 30 versteigerten Tiere – mehrheitlich Erstkalbinnen und nähige Rinder – lag schliesslich bei durchschnittlich rund 3800 Franken.

Käufer macht sich aus dem Staub, Speaker springt ein

Den höchsten Preis löste die Holstein-Erstkalbin Biscotte. Die Brewmaster-Tochter von Romain Froideveaux in Le Bémont löste nicht weniger als 6250 Franken. Beachtlich waren auch die 5000 Franken für das Rind Isaria (Vater Casper) von Silvio Baume in Les Breleux.

Hier machte sich der Käufer allerdings ohne Abschluss des Geschäfts aus dem Staube, so dass das Tier ein zweites Mal versteigert werden musste. Es löste immerhin noch 4700 Franken. Als Käufer betätigte sich hier der Ortsansässige Richard Ueltschi, der gleichzeitig als umsichtiger Speaker agierte.  

Einwandfreie Organisation

Die wenig animierte Nachfrage sei erstaunlich, sagte Ueli Aeschbacher, der als Marketingchef von Meliofeed gemeinsam mit einem Teil seiner Jungmannschaft für die Tontechnik verantwortlich war. Der Markt laufe ja im Übrigen momentan extrem gut, davon merke man hier wenig bis nichts, so seine Bilanz.      

Auch der OK-Präsident Christian Müller war wenig begeistert, «aber was willst du machen», fragte er rhetorisch. Organisiert war der Anlass jedenfalls einwandfrei. Es mangelte nicht an Verpflegung und der Apéro wurde beizeiten serviert. Man darf nun darauf hoffen, dass das Wetter nächstes Jahr früher besser ist, so dass während der «Mise» weniger Arbeit auf die Bauern wartet.   

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