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Gülle: Das gilt es beim Düngen mit «braunem Gold» zu beachten

Schon bald kommt der hochwertige Hofdünger zum Einsatz. Know-how, Technik und ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn helfen.


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Als braunes Gold wird etwa Schokolade oder Kaffee betitelt. Oder auch Gülle. Richtig eingesetzt, ist sie der ideale Dünger und schliesst den Nährstoffkreislauf auf den Betrieben auf sinnvolle Weise. Nicht anders diesen Frühling. Der Winter, der nie einer war, neigt sich auch auf dem Kalender dem Ende zu. Intensive Wiesen sind bis in die Bergzone hinauf bereits satt grün.

Gute Praxis

Bei der nächsten längeren Schönwetterperiode wird schweizweit Hofdünger ausgebracht. Zumindest dort, wo es die kantonalen Bestimmungen zulassen. Die Vegetationsruhe wird je nach Region unterschiedlich «auf-gehoben». Die BauernZeitung hat darüber berichtet. Natürlich nicht gegüllt wird, wenn

  •  der Boden wassergesättigt ist,
  • der Boden gefroren ist,
  • der Boden schneebedeckt ist,
  • starke oder anhaltende Niederschläge zu erwarten sind.

- Im Sommer kommt zusätzlich die Temperatur hinzu. Wegen der Verflüchtigung von Ammoniak sollen möglichst kühle Zeitfenster abgewartet werden, Schleppschlauch hin oder her.

Schleppschlauch im Hoch

Das emissionsarme Verfahren wird teils noch entschädigt und bekanntlich ab 2022 obligatorisch, wo topografisch möglich. Noch immer gelten die guten alten Schleppschlauch-Tipps: Das Ausbringen der Gülle soll in bereits nachgewachsene Grasbestände erfolgen, damit die Ablage auf den Boden erfolgt und der schnell verfügbare Stickstoff verwertet werden kann. Der Verteiler soll durch die Anpassung von Lochgrösse und -anzahl genau auf die Pumpenleistung abgestimmt werden. Die Messer im Verteilerkopf müssen immer geschärft sein. Die Schleppschläuche sollen möglichst präzise über dem Boden geführt werden. Der Schieber des Fremdkörperabscheiders muss regelmässig geöffnet werden.

Fässer nachrüsten?

  • Mit dem sich anbahnenden Schleppschlauch-Obligatorium geraten auch die alten Güllefässer wieder ins Visier. Auch für Einmannbetriebe oder bei einem grossen Anteil an nicht arrondierten Parzellen machen Fässer Sinn. Das Nachrüsten wird zum Thema. Fachleute raten aber, Vor- und Nachteile gut abzuwägen.
  • Wenn möglich, überbetriebliche Auslastung steigern, da die Investitionen rasch über 20 000 Franken betragen.
  • Achslasten einhalten, Stützlast nicht zu stark reduzieren, Verteiler möglichst nahe am Fasskörper montieren.
  • Geringe Arbeitsbreiten und somit geringes Geräte-gewicht auswählen.
  • Keine Schweissarbeiten am Fasskörper.
  • Kleine und alte Fässer ersetzen statt nachrüsten.
  • Leichtversionen nur bei kleinen Arbeitsbreiten.
  • Transport nur mit Tropfstopp.
  • Bei stark strohhaltiger Gülle Funktionssicherheit vor dem Kauf prüfen und allenfalls auf Pumpfass ausweichen.

Whatsapp vor dem Güllen

Bei Betrieben, die unmittelbar an Quartiere angrenzend Gülle ausbringen, helfen Schleppschlauch, kühle Temperaturen und Güllen unter der Woche, Reaktionen aus der Nachbarschaft tief zu halten. Einige Landwirte gingen noch einen Schritt weiter und wurden aktiv – mithilfe des Messenger-Dienstes Whatsapp. Mit sehr gutem Erfolg. «Wir bauern mitten im Dorf», sagt Bäuerin Silvia Koller aus dem luzernischen Nebikon. Ihre Felder verlaufen entlang von Quartieren oder sind gar in unmittelbarer Nähe eines Freibades. Ihr Mann, Fredy Koller, unterhielt sich nach einer Feuerwehr-probe mit einem Nachbarn zum Thema Güllen. Dieser meinte freundlich, dass er zufälligerweise meistens Wäsche zum Trocknen draussen habe, wenn Kollers Jauche ausbringen. Fredy Koller sagte ihm, er solle doch eine Art Infokanal einrichten, er sei offen diesbezüglich. Gesagt getan. Besagter Nachbar gründete eine «Bschütti-Whatsapp-Gruppe». Dort schreiben Kollers seitdem hinein, wann sie Güllen. Die Gruppe wurde laufend grösser. «Die Leute finden das super, es wird sehr geschätzt», bilanziert Silvia Koller. Es gab dadurch auch neue Kontakte und zusätzliche Kunden in ihrem Hofladen «Chreisulade». Ihr Aufwand für diese gute Nachbarschaft sei «minim».

«Ufpasse bim Gülle»

Unter diesem Motto führt etwa der Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband seit Jahren eine erfolgreiche Kampagne zur Sensibilisierung. Kommt es zu Gewässerverschmutzungen, lassen sich die Ursachen meist auf drei Problemfelder eingrenzen. Nicht zu unterschätzen sind hierbei vor allem wassergesättigte Böden. Gülle fliesst so über Drainagen in Gewässer. Mindestabstände zu Gewässern sind ebenfalls einhalten. An zweiter Stelle folgt fehlende Überwachung bzw. menschliches Versagen (falsch gestellte Schieber usw.). Neue Mitarbeitende und Lernende sind richtig in die Arbeit im Umgang mit Gülle einzuführen.Die Verantwortung für die Güllearbeit liegt aber immer beim Betriebsleiter. Und natürlich ist auch die Technik nicht zu vernachlässigen: Servicearbeiten an Pumpe, Schiebern, Zapfstellen, Schläuchen, Druckfass usw. sind – wie bei allen anderen Maschinen auch – durchzuführen.

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