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Gruyère AOP: Quoten strikt einhalten

Die Sortenorganisation reagiert mit der konsequenten Einhaltung der Produktionsquoten auf den Markt.


Publiziert: 12.06.2015 / 09:59

Mit der Aufhebung der Wechselkurs-Untergrenze durch die Nationalbank ist der Käsemarkt schwieriger geworden. An ihrer Versammlung vom Mittwoch befassten sich die Delegierten der Sortenorganisation Gruyère (SO) mit den Auswirkungen, insbesondere auf den Export. Die Delegiertenversammlung beschloss ein neues System zur Mengenführung, das auf einer geringeren Produktion in den ersten Monaten des Jahres basiert und per 1. Januar 2016 eingeführt werden soll. 


2014 war ein Rekordjahr


«Wir können auf ein Rekordjahr 2014 bezüglich Menge, Qualität und Rentabilität zurückschauen», berichtete Oswald Kessler, Präsident der Sortenorganisation Gruyère. Die Sortenorganisation habe für das laufende Jahr mit einem auf dieser Dynamik aufbauenden Markt gerechnet. Der Entscheid der Nationalbank Mitte Januar habe aber diese Perspektive in Frage gestellt. Wie SO-Direktor Philippe Bardet ausführte, entsprächen die Auslandsverkäufe der ersten vier Monate zwar den Prognosen. Hingegen würde eine heftige Konkurrenz auf den industriellen Märkten mit stark verminderten Mengen in diesem Segment beobachtet. 

Die 167 Dorfkäsereien produzierten 28'537 t Gruyère AOP; dazu kommen 1051 t Biokäse und 519  Alpkäse. 12 76  wurden exportiert. In den ersten vier Monaten wurden 4097  exportiert, davon 2531  in EU-Länder. Ende Mai betrug der Lagerbestand 10'000 t .


Einheitliche Promotionssprache 


Die Delegiertenversammlung verabschiedete ein neues Produktionsschema, das gebunden an eine jährliche Menge ein maximales Volumen für die ersten drei Monate des Kalenderjahres festlegt. Gleichzeitig verstärke die SO mit der Ergänzung des Leitfadens der guten Marketingpraxis ihre Führungsrolle, führte Vizedirektor Marc Gendre aus. Diese soll den 2500 unabhängigen Betrieben der Branche erlauben, für die Verkaufsförderung mit einer einheitlichen Sprache aufzutreten. Die SO und ihre Branche wollen die Marktentwicklung aufmerksam verfolgen und «kämpfen zur Sicherung einer Zukunftsperspektive für die rund 6000 Beschäftigten, die täglich den Gruyère AOP zugunsten zufriedener Konsumentinnen und Konsumenten herstellen», heisst es in der Pressemitteilung. 


Im Berichtsjahr wurde die Bezeichnung des Gruyère-Käses im Pflichtenheft von der «Appellation d’origine controllée, AOC» (Kontrollierte Ursprungsbezeichnung, AOC) zur «Appellation d’origine protégée, AOP (Geschützte Ursprungsbezeichnung, AOP) geändert. Diese Änderung der Bezeichnung im Pflichtenheft, die eine Statutenänderung notwendig machte, steht im Zusammenhang mit dem Ende der Übergangsbestimmungen des Abkommens mit der EU zum gegenseitigen Schutz geografischer Herkunftsangaben und Ursprungsbezeichnungen. Die Koexistenz des Gruyère AOP mit dem Gruyère IGP (Indication géographique protégée) aus Frankreich verlaufe ohne besondere Vorkommnisse, wurde berichtet.

Josef Jungo

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