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Gruppe Wolf Schweiz: «Kühe lassen sich von Wölfen kaum aus der Ruhe bringen»

Aus Sicht der Gruppe Wolf Schweiz werden Alpkühe für den Abstimmungskampf um die Revision des Jagdgesetzes instrumentalisiert. Verhaltensänderungen durch Wolfspräsenz seien bei Kühen nie nachgewiesen worden.


Dass «urplötzlich» von nervösem Rindvieh berichtet und Abstürze in Sömmerungsgebieten mit dem Wolf in Zusammenhang gebracht werden, ist für die Gruppe Wolf Schweiz eine bewusste Instrumentalisierung. Der Zweck derartiger Behauptungen sei es, Stimmen für die Revision des Jagdgesetzes zu gewinnen, über die am 27. September abgestimmt wird.

Der Wolf sei schuld, auch wenn er gar nicht da ist

Als Beispiel nennt die Gruppe Wolf Schweiz in einer Mitteilung Fälle abgestürzter Rinder und Kälber, die z. B. in Obwalden oder im Prättigau mit dem Wolf in Verbindung gebracht worden seien. Dies, obwohl es in diesen Gebieten gar keine ansässigen Wölfe gebe. Im Oberwallis habe man zuerst einen Wolf verdächtigt, nachdem dort ebenfalls Rinder in die Tiefe gestützt waren. DNA-Analysen hätten aber einen Hund überführt. 

Abstürze aus «ganz verschiedenen Gründen» seien seit Jahrzehnten bekannt und dokumentiert, betont die Gruppe Wolf Schweiz. Auch vor der Rückkehr des Wolfs sei dafür häufig kein offensichtlicher Grund bekannt gewesen. 

Schäden auch bei hohem Wolfsdruck kaum messbar

Den Grund, warum mit «nicht beweisbaren» Verhaltensänderungen bei gesömmerten Kühen gegen den Wolf argumentiert wird, sieht die Gruppe Wolf Schweiz darin, dass Schäden an Grossvieh durch Wölfe auch bei hohem Wolfsdruck «kaum messbar» seien.

Verschwindend geringe Anzahl Risse

Als Beispiel wird Brandenburg (Deutschland) genannt, wo es über 500'000 Kühe (wovon 90'000 Mutterkühe, meist in Weidehaltung) und 50 Wolfsrudel gebe. Dort seien die jährlichen Risse an Kuhartigen zwar im zweistelligen Bereich, verglichen mit der Zahl natürlicher Totgeburten bei Mutterkühen (4'500 Fälle) und Kälbern, die in der ersten Lebenswoche sterben (6'500 Kälber), sei dies aber eine verschwindend geringe Menge. 

Somit würden Wölfe weniger als ein Prozent der Anzahl totgeborenen oder früh verstorbenen Kälber reissen. 

Kein Problem für die Viehhaltung in der Schweiz

«Nüchtern betrachtet, stellt der Wolf kein Problem für die Viehhaltung in der Schweiz dar», hält die Gruppe Wolf Schweiz fest. Auf das Konto von Wölfen gingen pro Jahr zwischen 0 und 5 Tiere der Rindergattung, wobei nie ausgewachsene Kühe gerissen worden seien.

Das seien 0,01 Prozent der Menge Tiere, die jährlich in der Schweiz geschlachtet werden. 

 

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