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Graubünden: Hirsch mit sechs Kilo Plastik im Magen

Im Magen eines in Arosa erlegten Hirsches kamen sechs Kilo Plastik zum Vorschein. Der Kanton mahnt, Wildtierfütterungen seien nicht grundlos verboten.


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Im Winter kommen immer wieder Wildtiere wie Hirsche in die Siedlungen, auch wenn sie im Wald eigentlich noch genügen Nahrung finden würden, schreibt das Amt für Jagd und Fischerei des Kantons  Graubünden in einer Mitteilung. Zu verlockend ist das grosse Futterangebot in den Dörfern – mit fatalen Folgen.

Verhalten wird zum Sicherheitsrisiko

Anschaulich zeigt sich die Problematik im Fall eines Hirsches, der Anfang Dezember in Arosa erlegt worden war. Grund für den Abschuss durch die Wildhut war das Verhalten des Tieres. Angelockt von Komposthaufen, Vogelfutterhäuschen und anderen Futterquellen wurde er in den Bergdörfern Langwies und Arosa zum Sicherheitsrisiko und daher geschossen. 

Plastik füllte jahrelang den Magen

Im Magen des Hirsches fand man sechs Kilo Plastik: Plastikhandschuhe, Schnüre, Vogelfutternetze und Ähnliches. Zum Teil müssen die Abfallteile schon seit Jahren im Verdauungstrakt des Tieres gelegen haben. Der betroffene Hirsch war entsprechend mager.

In Siedlungen gibt es viele Gefahren 

Wenn Wildtiere von Futter in menschliche Siedlungen gelockt werden, gibt es verschiedene Gefahrenquellen: Sie überqueren Strassen, Schienen und Zäune, fressen unverdaubaren Abfall oder können Personen und ihr Eigentum schädigen. Besonders wenn etwa Hirsche ihre Scheu vor Menschen verlieren und nicht mehr vor ihnen fliehen. 

Aktive und passive Fütterung sind verboten

Der Kanton Graubünden betont, sowohl aktive als auch passive Wildtierfütterung seien verboten. Wildtieren Nahrung anzubieten sei falsche Tierliebe. 

Das sollte man (nicht) tun

Verschiedene Ämter des Kantons Graubünden, der Verband Waldeigentümer Graubünden sowie der WWF und ProNatura zeigen auf der Website Stop-Fütterung, was es zum Thema Wildtierfütterung zu beachten gibt:  

  • Wild darf nur in Ausnahmefällen, durch Fachleute und direkt in den Winterlebensräumen gefüttert werden
  • Alle anderen Fütterungen können Wildtieren schaden oder sie sogar töten (Gefahr der Seuchenübertragung an der Futterstelle, Verdauungsstörungen und beschleunigter Stoffwechsel durch ungeeignete Nahrung)
  • Gartenbesitzer, Gastro- und Hotelbetriebe sollten ihren Kompost wildtiersicher abdecken und Abfallsäcke erst kurz vor dem Abholen draussen bereitstellen
  • Silage und Futterreste sind beim Betrieb zu lagern und wildtiersicher einzuzäunen
  • Waldbesitzer sollten Fütterungen nicht tolerieren (Verbiss- und Schälschäden, Ausbleiben des Jungwuchses, Unterdrückung der Weisstanne, Schäden fürs Wild)

Für die Landwirtschaft gibt es ein Info-Blatt mit konkreten Massnahmen.  

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