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Gras nur noch aus Knospe-Produktion

Ab 2022 darf auf Biobetrieben nur noch Schweizer Knospe-Futter verfüttert werden.


Publiziert: 10.03.2019 / 10:15

Die Winterfütterung ist in den letzten Zügen, die Futtervorräte gehen langsam zur Neige. Noch im Sommer letzten Jahres hatten viele Viehhalter Sorgenfalten, da sie nicht wussten, ob sie aufgrund der anhaltenden Trockenheit genügend Futtervorräte für den Winter einbringen können. Nun, die Hamsterkäufe sind ausgeblieben, es gibt immer noch Dürrfutter und Silage auf dem Markt zu kaufen und die Raufutterpreise sind auch nicht explodiert. 

Ist die Fütterung noch ideal?

Jetzt ist ein geeigneter Zeitpunkt, sich zu überlegen, ob man mit der gewählten Fütterungsstrategie glücklich ist oder ob es an der Zeit wäre, etwas zu ändern. Vielleicht ist die bisherige Fütterung zu aufwendig und kompliziert mit all den empfohlenen Zusatzfuttermitteln wie Kraftfutter, Spurenelementen, Vitaminen und Mineralstoffen? Sind die Kosten für Futterzukäufe von Jahr zu Jahr gestiegen? Ab 2022 darf auf Biobetrieben nur noch Schweizer Knospe-Futter verfüttert werden und der Anteil Kraftfutter wird auf 5% der Ration begrenzt. 

Diese Änderungen dürften auf einigen Biobetrieben noch Anpassungen erfordern, da vor allem Eiweissfutter – ob Luzerne als Raufutter oder Sojaschrot als Kraftfutter – auf dem inländischen Biomarkt nur in geringen Mengen verfügbar sind. Dabei ist eine einfache, raufutterbasierte Fütterung nicht nur budgetfreundlich, auch die Kuh wird es ihnen danken. Denn mit jeder Futterumstellung müssen sich die Mikroorganismen im Pansen an die neuen Umstände anpassen. Die Bakterien und Einzeller, die im Wiederkäuerpansen das Futter für die Kuh aufschliessen, sind jeweils nur auf eine Futtersorte programmiert. Wenn es am Morgen Dürrfutter und abends Maissilage und Kraftfutter gibt, müssen sich immer wieder neue Mikrobenpopulationen bilden, um das im Pansen liegende Futter für die Kuh aufzubereiten. Kühe lieben das Gewohnte, und das ist Gras, frisch oder konserviert.

Zum Wohle der Kühe

Eine einfache Fütterung ist sowohl zum Wohle der Kühe als auch gut für das Portemonnaie. Wer seine Fütterung überdenken möchte, dem liefert das neue Merkblatt von FiBL und Bio Suisse «Kraftfutterreduzierte Milchviehfütterung – ein Leitfaden zu mehr Futterautonomie» Anregungen und Anleitungen zur Optimierung der Fütterung. 

Christophe Notz, FiBL

 

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