Haben Sie noch kein Abo?
Hier abonnieren

Sie sind Zeitungs-Abonnent und haben noch kein Online-Login?
Hier freischalten

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

Haben Sie noch kein Abo?
Hier abonnieren

Sie sind Zeitungs-Abonnent und haben noch kein Online-Login?
Hier freischalten

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

Gewächshaus im All

Zwei Gewächshäuser umkreisen seit Montag die Erde: Die Eucropis-Mission des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist erfolgreich vom Luftwaffenstützpunkt Vandenberg im US-Bundesstaat Kalifornien ins All gestartet.


von sda/afp
Publiziert: 05.12.2018 / 08:40

Nach dem Abheben der Falcon-9-Rakete am Montag um 19.34 Uhr deutscher Zeit wurde der Eucropis-Satellit in einer Umlaufbahn 600 Kilometer über der Erdoberfläche ausgesetzt, wie das DLR in Köln mitteilte. Eucropis dient der Erprobung von Lebenserhaltungssystemen, die bei der Versorgung von Raumfahrern auf künftigen Langzeitmissionen zum Mond und zum Mars von zentraler Bedeutung sind. Auf dem kühlschrankgrossen Satelliten befinden sich zwei Gewächshäuser, in denen während der Mission kleine Weltraumtomaten heranwachsen sollen.

Start dreimal verschoben

Eucropis hatte ursprünglich bereits am 19. November starten sollen. Wegen Inspektionsarbeiten des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX an der Trägerrakete und schlechten Wetters in der Region um den US-Luftwaffenstützpunkt Vandenberg wurde der Start jedoch dreimal verschoben.

Die Lebenserhaltungssysteme an Bord des Satelliten umfassen laut DLR zwei Gewächshäuser, Biofilter, Zwergtomatensamen, einzellige Algen und synthetischen Urin. Die Samen sollen im Weltall keimen. Durch die erfolgreiche Umwandlung des Urins in eine Düngemittellösung sollen dann - unter den wachsamen Augen von Kameras - die Tomaten wachsen.

Schwerkraft von Mond, dann Mars

Eucropis wird während seiner Mission im Erdorbit um seine eigene Achse rotieren und dabei im Innern zunächst Schwerkraft wie auf dem Mond und später Mars-Gravitation erzeugen. Dabei müssen sich die kleinen Tomaten an die verminderte Schwerkraft anpassen: Auf dem Mond herrscht etwa ein Sechstel der Erdanziehungskraft, auf dem Roten Planeten Mars etwa ein Drittel.

Entwickelt und gebaut wurde der etwa einen Kubikmeter grosse und 230 Kilogramm schwere Satellit vom DLR und der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen. Gesteuert wird Eucropis vom Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) in Oberpfaffenhofen, das etwa eine Stunde und fünfzehn Minuten nach dem Start am Montagabend den ersten Funkkontakt mit dem Satelliten hatte.

In den kommenden beiden Wochen wird das GSOC nun sämtliche Funktionen des Satelliten im All testen. In rund sieben Wochen können die Forscher dann das erste der beiden Gewächshäuser in Betrieb nehmen - kurz darauf werden die ersten Tomaten ausgesät.

EPFL-Satellit im All

Ebenfalls mit an Bord der Falcon-9-Rakete war ein Satellit eines Start-Up-Unternehmens der ETH Lausanne (EPFL) namens Astrocast. Der nun ausgesetzte Satellit sei der erste von insgesamt 80 Satelliten, welche Astrocast bis 2022 in den Orbit bringen will. Das Ziel des Unternehmens ist, einen "Internet-der-Dinge"-Service anzubieten, zum Beispiel um das Funktionieren von Infrastrukturen wie Wasseraufbereitungsanlagen in abgelegenen Gegenden zu überwachen.

Der erste Satellit diene Demonstrationszwecken, schrieb die EPFL in einer Mitteilung vom Dienstag. Ein weiterer soll im Januar von Indien aus starten. Im Oktober 2019 und Frühjahr 2020 sollen dann noch einmal je zehn Satelliten starten, um das weltumspannende System aufzusetzen. Die Astrocast-Satelliten sind sogenannte CubeSats: Sie sind würfelförmig und messen an jeder Seite nur 10 Zentimeter.

sda

Werbung
Werbung
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentare (0)
Kommentar erfassen
Eierproduktion läuft auf Hochtouren
Der aktuelle Marktbericht vom Verband der Eierproduzenten zeigt: Die Eierproduktion ist  auf dem Maximum und wird nach den Festtagen wieder abnehmen, um dann vor Ostern auf den zweiten Höhepunkt zu steuern. 
Artikel lesen
Ende November wurde die Situation von allen Marktteilnehmern als gut bezeichnet. Es bestehen zwar gewisse Vorräte an Schweizer Eiern, aber mit der angelaufenen Backsaison und den kommenden Festtagen sind diese auch notwendig, heisst es in einer Mitteilung von Gallo Suisse. Fit für die Festtage Die Nachfragespitzen an Weihnachten und Ostern seien gut abgedeckt. Die Konsumentinnen und Konsumenten ...
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!