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Getreide: Klimawandel verringert Nährstoffgehalt

Der globale Klimawandel wird sich laut aktuellen Forschungsergebnissen negativ auf den Nährstoffgehalt wichtiger Agrarpflanzen auswirken und damit auch auf diesem Weg die weltweite Ernährungslage verschlechtern.


Grund sei der klimawandelbedingte Anstieg des Kohlendioxydgehalts in der Atmosphäre, erklärte diese Woche die Universität von Illinois als ein Autor der jetzt im Fachmagazin „Nature“ veröffentlichten Studie.

In Feldversuchen habe man die Auswirkungen einer Steigerung des Kohlendioxydgehalts von 400 ppm auf 550 ppm analysiert, wie sie für die kommenden 36 Jahre von Experten prognostiziert werde. Dabei sei deutlich geworden, dass bei Weizen, Reis, Erbsen und Sojabohnen der Zink- und Eisengehalt bei steigenden Konzentrationen des Klimagases signifikant um bis zu 9 % abnehme. Bei Weizen und Reis sinke darüber hinaus auch der Proteingehalt, und zwar um 6 % beziehungsweise 8 %.

Die Ursachen für diese Veränderungen seien bislang unklar, berichten die Forscher. Bei Mais und Sorghumhirse hätten sich dagegen in den Tests kaum Veränderungen der Gehalte an Zink, Eisen und Proteinen ergeben. Zurückzuführen sei das auf den speziellen Stoffwechsel dieser sogenannten C4-Pflanzen, die ohnehin vergleichsweise große Mengen Kohlendioxyd in ihrem Gewebe speicherten.

Neue Sorten züchten

Die Forscher räumen ein, dass bei steigenden Kohlendioxydgehalten in der Atmosphäre höhere Masseerträge landwirtschaftlicher Nutzpflanzen zu erwarten sind. Diese reichten aber voraussichtlich nicht aus, um die sinkenden Nährstoffkonzentrationen auszugleichen. Um den globalen Hunger zu bekämpfen, müssten daher neue Pflanzensorten gezüchtet werden, die weniger empfindlich gegenüber Kohlendioxyd seien.

An dem Projekt beteiligt waren Forschungseinrichtungen aus den USA, Japan, Israel und Australien, darunter neben der Universität von Illinois unter anderem die Harvard Universität, das US-Landwirtschaftsministerium, das japanische Nationalinstitut für Agrar-Umweltwissenschaften, die Ben-Gurion-Universität des Negev und die Universität von Melbourne.

AgE

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