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Gesundheitsprogramme: Zu viel administrative Arbeit für Schweinehalter

Der Schweinezüchter Peter Bühlmann aus Ruswil LU übt Kritik an den Gesundheitsprogrammen in der Schweinehaltung. Auch andere Schweinhalter stören sich am hohen administrativem Aufwand.


Publiziert: 15.02.2019 / 15:55

Ein Artikel über die Plus-Gesundheitsprogramme in der BauernZeitung vom 25. Januar hat auch bei anderen Schweinezüchter Staub aufgewirbelt. Der zunehmende administrative Aufwand und die Aufzeichnungspflicht im ganzen Landwirtschaftsbetrieb hätten ein unerträgliches Mass angenommen, sagt etwa Peter Bühlmann, Schweinezüchter aus Ruswil LU. "Immer wird uns verspochen, es würden Vereinfachungen vorgenommen, es ist aber leider das Gegenteil der Fall. Jedes Jahr werden neue Sachen gefordert", hält der Schweinzüchter fest.

Programm läuft über ein Anreizsystem

Seit April 2018 läuft nun das neue Gesundheitsprogramm SuisSano Plus mit seinem Anreizsystem. Peter Bühlmann hat als Remontierungsbetrieb bereits in den Jahren zuvor im Vorprogramm mitgemacht. Die Meldung aller vom Tierarzt bezogenen Medikamente an den Schweinegesundheitsdienst (SGD) war ein sehr kleiner Aufwand für ihn und er bekam schnell einen Überblick, bei welchen Tierkategorien man viele Antibiotika verbrauchte.

"Für das neue Programm konnte ich mich wegen des viel grösseren Arbeitsaufwands nicht mehr begeistern", sagt Bühlmann. Und: "Trotz des finanziellen Anreizes bleibt gerade für kleinere Schweinehalter kaum ein Mehrwert, da die Mehrkosten den SGD-Sano-Beitrag von einem Franken pro abgesetztes Ferkel wieder auffressen."

In diesen Gesundheitsprogrammen werde verlangt, dass der Betriebsleiter sämtliche Behandlungen und alle eingesetzten Medikamente, Antibiotika, Impfungen und sogar das Eisenspritzen in einem elektronischen Behandlungsjournal (EBJ) bei jedem einzelnen Tier erfasst.

Komplizierte Anwendung

Bühlmann steht mit seinen Bedenken nicht alleine da. Mit Mails und Telefonaten machten nach dem Erscheinen des Artikels auch andere Halter ihrem Ärger Luft. Viele bemängelten dabei den sehr hohen Aufwand beim elektronischen Behandlungsjournal, auch sei dieses recht kompliziert. Und viele verstehen nicht, warum nicht nur der Einsatz von Antibiotika zu erfassen sei. Man laufe arbeitsmässig schon jetzt am Limit oder darüber, da sei es doch sinnvoll, sich nur auf das Wesentliche zu konzentrieren, war der einhellige Tenor der aufgebrachten Schweinehalter.

Im Grunde genommen begrüsst Peter Bühlmann die Antibiotika-Überwachung. Diese sollte aber arbeitstechnisch für den Tierhalter vertretbar sein. "Ich versuche alles, um den Antibiotika-Verbrauch in meinem Stall tief zu halten. Ich arbeitet auch mit Homöopathie, vor allem beim Abferkeln habe ich damit grossen Erfolg."

Elektronisches Behandlungsjournal soll vereinfachen

Auf Seiten der Verantwortlichen für die Schweine Plus-Gesundheitsprogramme nimmt man die Sorgen der Schweinhalter wahr: "Die Administration auf den Betrieben hat ein Mass angenommen, das man tatsächlich diskutieren kann", so Gesamprojektleiter Peter Bosshard. "Es ist aber so, dass die Betriebsleiter bereits bis anhin im Rahmen der Tierarzneimittel-Verordnung den Medikamenteneinsatz dokumentieren müssen." Das EBJ helfe die Administration zu vereinfachen und biete eine gute Grundlage für gezielte Verbesserungen.

Peter Fankhauser

 

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