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Gastbeitrag: So präsentiert sich 2020 der Milchmarkt

SMP-Direktor analysiert die aktuell aussergewöhnliche Lage am Schweizer Milchmarkt, mit beinahe leeren Butterlagern und verbesserten Milchpulverpreisen.


Wir sind im Februar und die Butter-Tiefkühllager sind beinahe bei Null. Diese Situation ist sehr ungewöhnlich. 2018 und 2019 lag der Lagerbestand um diese Jahreszeit bei rund 2000 Tonnen und Butterexporte brauchte es unter dem Jahr nicht, um den Markt bis Jahresende im Gleichgewicht zu halten.

Rahm ist auf dem Schweizer Milchmarkt gesucht

Ende 2019 wurde bekanntlich eine kleine Tranche von 100 Tonnen importiert. Im jungen 2020 setzt sich diese Entwicklung nun fort. Die Milcheinlieferungen sind weiterhin tief, die Käseproduktion entwickelt sich über Vorjahr und zusätzlicher Rahm wird in der Industrie benötigt. Rahm ist aktuell auf dem Schweizer Milchmarkt wirklich gesucht und C-Milch wird 2020 kein Thema sein. Auch die internationale Marktentwicklung mit verbesserten Milchpulverpreisen hat positive Auswirkungen auf den Schweizer Milchabsatz im Export. Für eine kleine Akzentverschiebung bei den Milcheinlieferungen kann allenfalls die Natur ab April bei der Umstellung der Fütterung sorgen. Auf die ebenfalls massgebende und stagnierende Kuhzahl in der Schweiz hat das keinen Einfluss.

Eine Lücke im Buttermarkt ist absehbar

Aus Erfahrungswerten lässt sich bei normalem Konsumverhalten ableiten, dass um Mitte Mai rund 5000 bis
5500 Tonnen Schweizer Butter vorhanden sein müssen, wenn es bis Ende Jahr und inklusive Weihnachten reichen soll. Gleichzeitig wissen wir, dass Butter vielerorts bei industriellen Anwendungen Palmfett verdrängt. Butter ist auf der Absatzseite in der Schweiz ganz gut unterwegs. Somit ist es bereits heute absehbar, dass auf dem Buttermarkt voraussichtlich eine grössere Lücke bleiben wird, die deutlich über einige hundert Tonnen hinausgeht. Um auf eine vergleichbare Situation zu stossen, muss man bis ins Jahr 2007 zurückschauen, als die Milchproduktion in der Schweiz bei 3,17 Mio t lag.

2020 in den preislich besseren A-Kanal liefern

Grossmehrheitlich waren die Vorzeichen in den letzten 10 Jahren für die konventionellen Milchproduzenten auf dem Milchmarkt weniger vorteilhaft als heute. 2020 bietet sich nun die Gelegenheit, etwas weniger Milch in den B-Kanal und mehr Milch in die preislich besseren A-Kanäle zu liefern. Dazu gehört in der aktuellen Marktsituation auch Butter.

Bei einem mengenmässigen Marktungleichgewicht stellt sich die Preisfrage. Dort, wo noch Preislücken bei der Milch zwischen dem Richt- und dem Marktpreis bestehen, ist jetzt der Zeitpunkt, diese zu schliessen. Auch bei der Butter muss, bevor importiert wird, die Preisfrage vorgängig gestellt werden!

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