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Gastbeitrag: Auf zum Frauenstreik am 14. Juni

Autorin Susanne Hochuli hat von den Aargauer Landfrauen per Email eine Einladung für den Frauenstreik erhalten. Das ist ein Grund für sie, sich ein paar Gedanken zu machen und in der Geschichte der Aargauer Landfrauen zu stöbern.


von Susanne Hochuli
Publiziert: 09.06.2019 / 12:13

Betreff: Frauenstreiktag Landfrauen und Bäuerinnen

Liebe Frau Hochuli, wir freuen uns sehr, wenn Sie sich am 14.6.2019 um 15.30 auf dem Schlossplatz in Aarau, etwas zu uns hin­setzen. Herzliche Grüsse, Lotti Baumann, Präsidentin Aargauer Landfrauenverband.

Sich etwas hinsetzen

Die Mail des Aargauischen Landfrauenverbandes (ALFV) erreichte mich vor einer Woche, als ich mich vor den Computer setzte, um etwas zu verschnaufen. Ich war müde, die Knochen taten mir von der Feldarbeit weh, jeder Muskel katerte und im Kopf wirbelte herum, was noch nicht erledigt war. Mail abarbeitend wollte ich mich etwas ausruhen. Was für ein Blödsinn!

Zur Person

Susanne Hochuli ist Präsidentin von Greenpeace und der Stiftung für Patientenschutz. Sie wohnt in Reitnau AG, wo sie den elterlichen Bauernbetrieb über­nommen hat.

(Bild zVg)

"Etwas zu uns hinsetzen." Diese Worte in der kurzen Mail gefielen mir. Und ich begann mich zu freuen, bei der Vorstellung, dass ich mich auf dem Schlossplatz in Aarau zu mir wohl fremden Frauen hinsetzen und mich mit ihnen austauschen werde. Dass wir zusammen die Füsse hochlegen und nichts tun werden. Ausser streiken und sein.

Jede Frau hat einen persönlichen Grund

"Wir Aargauer Landfrauen streiken, weil sich schon unsere Gründerin Lili Kohler vor
90 Jahren für die Rechte und die Selbstbestimmung der Bäuerinnen eingesetzt hat, und wir in vielen Punkten heute noch nicht weiter sind", las ich im der Mail angehängten Flyer. Als Frauenorganisation wolle der Aargauische Landfrauenverband für alle Frauen stehen und ihnen Mut machen, sich einzubringen. "Wir Aargauer Landfrauen streiken, weil jede Frau einen persönlichen Grund dazu hat."

Der letzte Punkt gefällt mir am besten. Für mich sagt er, dass keine Frau sich gegen aussen rechtfertigen muss, wenn sie am 14. Juni die Arbeit niederlegen will. Ihr ganz persönlicher Grund ist Grund genug. Sie muss keine Parolen skandieren oder Parteimeinungen vertreten. Ihre Präsenz allein soll Anlass sein, darüber nachzudenken, ob das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Mann und Frau, das 1996 in Kraft trat, der Geschlechterdiskriminierung in der Schweiz genügend entgegenzusetzen hat.

Danke Lili Kohler für den Einsatz

Ich blieb am Schreibtisch sitzen und suchte nach der Geschichte der Gründerin des ALFV. Die Der 1893 geborenen und sehr gut ausgebildeten Lili Kohler-Burg, die einen Bauern heiratete, "machte der grosse Bildungs- und Standesunterschied zwischen den Bäuerinnen und den Frauen aus der Stadt zu schaffen", las ich in der Geschichte, die von Lotti Baumann aufgeschrieben worden ist.

Für ihren grossen Einsatz sei Lili Kohler nicht nur geliebt worden. Bei vielen Männern, und auch Frauen, habe sie Missgunst erregt. "Änderungen und Fortschritt wurden und werden gestern wie heute nicht immer gern gesehen." Wie wahr! Schon deshalb braucht es den Frauenstreik am 14. Juni.

Lili Kohler

Die ganze Geschichte von ALFV-Gründerin Lili Kohler liest man unter: www.landfrauen-ag.chStartseite Frauenstreik

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