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Für die Vermarktung von Label-Schweinefleisch braucht es ab 1. Juli 2021 eine Zusatzvignette

Seit April 2021 müssen alle Lieferanten von QM-Schweizer Fleisch, IP- und Bio Suisse an einem Schweine-Plus-Gesundheitsprogramm teilnehmen, Ab dem 1. Juni 2021 sind Schlachttiere mit einer Zusatzvignette auszuweisen.


Schweine von Betrieben, die nicht bei einem Schweine-Plus-Gesundheistporgramm angemeldet sind, können aufgrund der Richtlinien der Label-Organisationen seit dem 1. April 2021 grundsätzlich nicht mehr als QM-Schweizer Fleisch, IP-Suisse oder Bio Suisse vermarktet werden, schreibt die Züchter-Service ZS AG in einer Mitteilung. Ohne die Label-Vermarktung und damit die Teilnahme entweder an SuisSano, SafetyPlus, SuisKlein oder QGSKlein werde das Fleisch vom Markt nicht mehr akzeptiert, so die Warnung. 

Zusatzvigniette in den Begleitdokumente oder keine Vermarktung

Den angemeldeten Betrieben werde aus logistischen Gründen eine Übergangsfrist gewährt, heisst es weiter. Im Mai dieses Jahres werden ihnen spezielle Zusatzvignetten (Plus-Vignetten) zugeschickt, die ab dem 1. Juli 2021 zwingend zusammen mit der ordentlichen Labelvignette auf dem Begleitdokument anzubringen seien. 

Werden nach dem 1. Juli Schlachttiere ohne Zusatzvignette geliefert, werden sie zwar geschlachtet, aber weder zerlegt noch vermarktet. Vielmehr werden sie «dem Lieferanten oder Produzenten zur Verfügung gestellt»: Er muss die Schlachtung bezahlen und die Schlachthälften übernehmen. 

Zusatzvignetten gelten nur für das Jahr 2021. Ab 2022 erfolge der Nachweis für die Teilnahme an einem Plus-Gesundheitsprogramm ausschliesslich über die ordentlichen Labelvignetten.

«Das Heft selbst in die Hand genommen»

Mit den Plus-Gesundheitsprogrammen sei es der Schweinebranche gelungen, das Heft selbst in die Hand zu nehmen, die Sensibilitäten der Gesellschaft zu berücksichtigen und aus eigener Initiative – statt fremdbestimmt durch den Gesetzgeber – eine Antwort auf Fragen zu Medikamenteneinsatz und vor allem Antibiotika zu geben. 

Nun habe die Branche aber ihre Hausaufgaben gemacht, wird in der Mitteilung betont: Weitere Dokumentations- und Aufzeichnungsfplichten dürften nicht folgen. 

Die Programme zeigen Wirkung

Betriebe in einem Plus-Gesundheistprogramm sind verpflichtet, ein elektronisches Behandlungsjournal (EBJ) zu führen, in dem Tierbehandlungen und Abgänge erfasst werden. So ist für den einzelnen Hof rasch ersichtlich, wie er in Bezug auf den Einsatz von Antibiotika im schweizweiten Vergleich unter den Schweinehaltern abschneidet. 

Problembetriebe werden gezielt beraten und die Daten unter Wahrung des Datenschutzes im Sinne der Produzenten genutzt, so die Züchter-Service AG. Somit trügen die Plus-Gesundheitsprogramme wesentlich dazu bei, das Vertrauen der Konsumenten in Schweizer Schweinefleisch zu verbessern und mit weniger Antibiotika arbeiten zu können. So zeigen die bisherigen Auswertungen:

  • Eine «deutliche Senkung» der Behandlungen mit kritischen Antibiotika.
  • Seit 2019 werden Fluorchinolone kaum mehr eingesetzt.
  • Der Anteil der Makrolide konnte in den letzten vier Jahren von 17 auf 6 Prozent gesenkt werden.

Hohe Flächenabdeckung erreicht

Die Plus-Gesundheitsprogramme haben die Flächenabdeckung von gegen 95 Prozent aller schweinehaltenden Betriebe erreicht:

  • 3'850 Betriebe sind angeschlossen bzw. angemeldet.
  • Beim Schweinegesundheitsdienst sind noch 700 Betreibe auf der Warteliste, die laufend aufgenommen werden.
  • 600 Betriebe nehmen an SuisKlein oder QGSKlein teil, die speziell für kleine Mastbetriebe geschaffen worden sind.

Die Anschubfinanzierung durch Detailhandel und Schlachtauftraggeber in den letzten Jahren habe wesentlich zur Erreichung dieser Flächenabdeckung beigetragen.  

Diverse Leistungen für die Betriebe

Die Kosten für die Plus-Gesundheitsprogramme SuisSano und SafetyPlus decken Folgendes ab:

  • Benützung und Beratung des des elektronischen Behandlungsjournals (EBJ)
  • Einen jährlichen Beratungsbesuch durch einen der Gesundheitsdienste (Basis-Plusbesuch in Kombination)
  • Quartalsmässige Auswertungen und Betriebsvergleiche
  • Beratungen bei Auffälligkeiten im Medikamenteneinsatz oder bei erhöhten Tierverlusten

Die Einträge über Medikamentenvorräte und Behandlungen im EBJ erfüllen die Anforderungen der Aufzeichnungs- und Buchführungspflicht gemäss Tierarzneimittelverordnung (TAMV), ausserdem sei das EBJ eine effiziente Managementhilfe für die Betriebsführung. 

Lösungen für kleine Betriebe

Für Betriebe mit nicht mehr als 60 Mastplätzen gibt es die Möglichkeit, sich für SuisKlein bzw. QGSKlein bei einem der Gesundheitsdienste anzumelden. Wer nicht mehr als 10 Sauen hält, sei von der Teilnahme an einem Plus-Gesundheitsprogramm befreit. Ferkel von solchen Betrieben können aber an einem SuisKlein- oder QGDKlein-Mäster geliefert werden. Hingegen ist die Lieferung an einen SuisSano-oder SafetyPlus-Mastbetrieb gemäss der Züchter-Service Ag nur dann möglich, wenn auch der Züchter an eines der beiden Programme angeschlossen ist. Mehr über die Möglichkeiten für Kleinstbetriebe erfahren Sie hier. 

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