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Fünf Gründe, warum den Franzosen die Butter ausgeht

In Frankreich wird Butter zur Mangelware. Der Versorgungsengpass hat nun auch die Supermärkte erreicht, die ihre Kunden vor leeren Regalen stehen lassen. Fünf Gründe, warum es soweit kommen konnte.


In Frankreich ist Butter nicht nur knapp, sondern sie ist ganz ausgegangen. Kunden beklagen sich über leere Regale. Zeitschriften zeigen, mit welchen pflanzlichen Alternativen Butter ersetzt werden kann. Und eine ganze Nation bangt um die Bûche de Noël, die französische Weihnachtsspezialität schlechthin.

Wie konnte es soweit kommen, dass im Land mit dem höchsten Butterkonsum weltweit das gelbe Gold ausgeht?

Hier sind fünfeinhalb Gründe:

  1. Die Preise sind gestiegen

    International sind die Butterpreise in den letzten gut zwölf Monaten Jahren stark gestiegen. Seit Herbst 2016 steigen die Preise – auf bisher ungeahnte Höhen von teilweise bis zu knapp 7 Euro pro Kilo. Seit diesem Frühjahr berichten Medien regelmässig von den steigenden Butterpreisen. Zwar hat sich der Preis in den letzten Wochen etwas erholt, er liegt aber nach wie vor klar über 6 Euro je Kilo Butter. Der Die Preise werden beachtet, weil sie seit dem zweiten Weltkrieg nie mehr so hoch waren. Oder anders gesagt: Butter war seit 60 Jahren nicht mehr wertvoller.
  2. Die Supermärkte wollen nicht bezahlen

    Mélanie Dubois von der Vereinigung junger Landwirte sagte gegenüber dem N24-Nachrichtenportal Welt, dass die Supermärkte keine angemessenen Preise für die Butter zahlen wollten. Auch der Präsident der nationalen Milchbauernvereinigung, Domique Chargé sagt: «Die Probleme sind dadurch entstanden, dass wir unfähig sind, die Vergütung in Frankreich auf ein Niveau zu heben, wie es auf den europäischen und internationalen Märkten üblich ist.
  3. Milchproduzenten blockieren die Lieferungen

    Etwas anders tönt es bei den Supermärkten. Diese beschuldigen die Landwirte, dass sie Butterlieferungen blockierten. Und das, obwohl man über gültige Lieferverträge verfüge. Üblicherweise gelten die festgelegten Preise für ein Jahr, neue Preisverhandlungen sind nach Ansicht mancher Supermärkte erst Anfang 2018 notwendig.
  4. Der globale Butterkonsum steigt

    Jawohl! Butter erlebt derzeit so etwas wie einen zweiten Frühling. Waren bis vor kurzem noch pflanzliche Fette die Lieblinge der Ernährungsberater, ist es nun wieder die Butter. Grund für den Kurswechsel: der Verzehr von tierischen Fetten in Form von Butter, Rahm, etc. alleine ist nicht schuld an Herzinfarkten und Schlaganfällen. Gerade die Franzosen dürfte das freuen, konsumieren sie doch weltweit gesehen am meisten Butter.
  5. Produktion bleibt rückläufig

    Gerade in Frankreich ist aber die Butterproduktion nach wie vor rückläufig. Das wenigstens zeigen die Marktstatistiken. Grund dafür ist der schlechte Milchpreis, der in den letzten zwei Jahren die europäischen Milchbauern an den Rand des Ruins gedrängt hat. Sie haben sich angepasst, weniger Kühe remontiert und ihre Produktion optimiert. Jetzt fehlen aber Jungkühe, um die steigende Nachfrage befriedigen zu können. Zwar haben sich die Butterknappheit – und damit auch steigende Preise – schon länger abgezeichnet. Doch davon haben die französischen Produzenten noch nichts gesehen. Grund dafür ist das Marktsystem und die über jeweils zwölf Monate geltenden Lieferverträge.

Die Butterknappheit in Frankreich zeigt sehr schön, wie sich Politik auf Agrarmärkte auswirken kann. Denn als die EU im April 2015 die Milchquote aufhob, bewegte sich der Milchpreis abwärts, während die Produktion stieg. Mit der folgenden Butter- und Milchschwemme brachen die Preise weiter ein. Die Milchbauern begannen, ihre Bestände zu bereinigen, ihre Produktion zu optimieren. Und jetzt wird Butter wieder knapp. Kurzum: Nichts ist fix. Auch in der Politik nicht.

hja

 

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