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Fünf Fakten über das Bösartige Katarrhalfieber

Das Bösartige Katarrhalfieber (BKF) ist selten aber heftig und führt bei den betroffenen Tieren (Rindern, Hirschen oder Bisons) zum Tod. Diese fünf Dinge sollte man als Tierhalter wissen.


Tierhalter müssen über das Bösartige Katarrhalfieber Bescheid wissen, wie die Beratungs- und Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer (BGK) und der Schweizerische Schafzuchtverband (SSZV) in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben. Hier sind fünf Fakten über das Virus.

1. Virus zirkuliert in praktisch allen Schafherden

Der Erreger der europäischen Form des Bösartigen Katarrhalfiebers ist ein Virus (Ovines Herpesvirus 2). Das Virus zirkuliert in praktisch allen Schafherden, Schafe zeigen jedoch keine Krankheitsanzeichen. Die Krankheit kommt sporadisch bei Rindern vor. Hochempfänglich sind hingegen etwa Bisons, Wasserbüffel oder gewisse Hirscharten.

2. Übertragung nach momentanen Erkenntnissen über Futter oder Wasser

Der Übertragungsweg des Erregers vom Schaf zu den anderen Tierarten ist noch nicht restlos geklärt. Nach den momentanen wissenschaftlichen Erkenntnissen erfolgt die Infektion aber durch direkten Kontakt oder über kontaminiertes Futter oder Wasser. Nicht in jedem Fall lässt sich ein Kontakt mit Schafen nachweisen. In der Regel erkranken einzelne Rinder eines Bestandes im Alter von sechs bis 24 Monaten. Selten sind mehrere Tiere einer Herde betroffen.

3. Krankheit führt innert weniger Tage zum Tod

Appetitlosigkeit, hohes Fieber, Nasen- und Augenausfluss sowie Hornhauttrübung sind oft erste Anzeichen der Krankheit. Daneben können Symptome wie Lichtscheu sowie Haut- und Schleimhautveränderungen an Zitzen und Flotzmaul auftreten. Die Krankheit verläuft meist sehr heftig und führt innert weniger Tage nach Auftreten der ersten Symptome zum Tod.

Die Diagnose lässt sich anhand der Anzeichen und des schnellen Verlaufs stellen. Zur Absicherung der Diagnose oder zum Ausschluss kann beim betroffenen Tier eine Blutuntersuchung durchgeführt werden. Eine Behandlung der erkrankten Tieren ist in der Regel aussichtslos.

4. Geringes Erkrankungsrisiko in der Schweiz

Die Krankheit war bis 2011 in der Schweiz meldepflichtig. Jährlich wurden rund 40 Krankheitsfälle bei Rindern gemeldet, woraus sich bei einer Rinderpopulation von gut 1.5 Mio Tieren ein sehr geringes Erkrankungsrisiko ableiten lässt.

Meist erkranken nur einzelne Rinder eines Bestandes, zudem seien bei gemeinsamer Haltung oder Alpung von Schafen zusammen mit Rindern nur sehr wenige Krankheitsfälle aufgetreten. Es müssten also noch weitere Faktoren (z.B. genetische Veranlagung, Immunsystem) eine Rolle spielen, damit es zu einem Krankheitsausbruch kommt, so die BGK und der SSZV.

5. Schafe und Rinder getrennt halten

Trotzdem sollen Schafe und Rinder in getrennten Ställen gehalten werden und die Beweidung derselben Parzelle nicht gleichzeitig geschehen. Bei den hochempfänglichen Tierarten müssten noch zusätzliche Massnahmen zur Verhinderung einer Virusübertragung in Betracht gezogen werden. Grundsätzlich könnten virusfreie Schafherden durch mutterlose Aufzucht erreicht werden. Um den Gesundheitsstatus zu erhalten, dürfen solche Herden jedoch nie in Kontakt mit anderen Schafen kommen, welche nicht virusfrei sind. 

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