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Fructus findet eine krankheitsrobuste Quittensorte

Beim inventarisieren alter Quittenbäume wurde in Gyrenbad bei Turbental ZH ein gegen 100 Jahre alter Baum gefunden, der robust gegen die Pilzkrankheit Quittenblattbräune ist.


Publiziert: 31.01.2019 / 15:03

In den letzten zwei Jahren hat die Vereinigung zur Förderung alter Obstsorten mit Unterstützung des Bundesamtes für Landwirtschaft alte Quittenbäume der in Schweiz inventarisiert.

«Gyrenbader Quitte» entdeckt und bald erhältlich

Im Lauf der Inventarisierung wurde in Gyrenbad bei Turbental ZH auf 720 M. ü. M. ein gegen 100 Jahre alter Baum gefunden, der robust gegen die stark verbreitete Pilzkrankheit Quittenblattbräune ist.

Der alte Baum stand nur zehn Meter neben einem von dieser Krankheit regelmässig befallenen Quittenbaum. Beobachtungen während 3 Jahren haben seine Robustheit bestätigt.

Die Quitte der Besitzerfamilie Fuster hat gute Fruchtqualität und trägt neu den Namen „Gyrenbader Quitte“. Erste Jungbäume dieser Sorte zum Pflanzen werden im Herbst 2020 erhältlich sein. 

Erste Tests bezüglich der Bakterienkrankheit Feuerbrand haben gezeigt, dass die Sorte Gyrenbader etwa in gleichem Masse feuerbrandanfällig ist wie die andern Quittensorten auch, das ist noch ein provisorisches Resultat.

174 Bäume mit 1,3 Meter Stammumfang

Fructus nach Aufrufen in den Medien 2017 und 2018 Meldungen von 174 Bäume den mit Stammumfang von 1,3 m erreicht. Solche Bäume sind in der Regel mehr als 70 Jahre alt. Die meisten Meldungen sind aus den Kantonen AG, BE, BL, BS, GE, GR, SG, SO, VD und ZH eingegangen.

Von diesen Bäumen wurden anhand von Blattproben molekulargenetische Analysen gemacht und es konnten damit 14 verschiedene Sorten identifiziert werden. Davon gehörten 71 % zu bisher bekannten alten Sorten wie Vranja, Bereczki, Bourgeault und Konstantinopler.

Weitere Neuentdeckung «Basilea» 

Eine Neuentdeckung sind auch die 21 namenlose Quittenbäume mit gleichem Genprofil. Fructus gab ihnen den Namen «Basilea», stehen doch mehrere davon im Baselbiet. Sechs weitere Sorten sind wie die Basilea quer durch die ganze Schweiz gefunden und mit den Namen der Fundorte versehen worden.

Alle diese 14 Sorten alter Quittenbäume, denen das Klima der Schweiz bald 100 Jahre lang behagte, werden zur Erhaltung vermehrt und in zwei nationale Sortensammlungen (NAP-PGREL) gepflanzt.

pd/sbu

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LID: Sie haben 2017 einen Aufruf gestartet, alte Quittenbäume mit einem Stammumfang von 130 cm und mehr zu melden. Warum? Klaus Gersbach: Bei den Quitten gibt es wie bei anderen Obstarten auch verschiedene Sorten. Über die in der Schweiz vorkommenden Varietäten war bislang aber nur wenig bekannt. Deshalb haben wir mit Unterstützung des Bundesamts für Landwirtschaft ein Inventarisierungsprojekt ...
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