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Forschungsnetzwerk zur Rettung des schweizerischen Rübenanbaus befasst sich mir der Vergilbung – aber nicht nur

Das Ziel des Forschungsnetzwerks ist namensgebend. Um es zu erreichen, wird neben der Bekämpfung der Virösen Vergilbung auch nach Lösungen für weitere Herausforderungen im Rübenbau gesucht.


Das Bundesamt für Landwirtschaft hat sich im letzten Jahr gegen eine Notfallzulassung für das Neonicotinoid-Beizmittel Gaucho und für eine Zulassung von Acetamiprid sowie Spirotetramat zur Flächenspritzung entschieden. Gleichzeitig wurden Agroscope für die nächsten acht Jahre umfangreiche Forschungsgelder für die Zuckerrübe gesprochen. Im neu gegründeten Forschungsnetzwerk zur Rettung des schweizerischen Rübenanbaus sollen nun die Arbeiten von Agroscope, der HAFL, des FIBL und den kantonalen Pflanzenschutzfachstellen von der Fachstelle für Zuckerrübenbau koordiniert werden, heisst es in einer Mitteilung anlässlich der Gründung.

Blattläuse und Zikaden im Fokus

Man wolle gemeinsam Lösungen suchen für die grossen Herausforderungen des Rübenbaus, wobei die grüne Blattlaus und eine Zikade im Fokus stehen sollen. Erstere überträgt die Viröse Vergilbung, Letztere die bakterielle SBR (Syndrome Basse Richesse) -Vergilbung. Neben den Grundlagen zur Biologie dieser Insekten werde auch an Diagnostiktests zur Bestimmung und Mengenmessung der beteiligten Viren und Bakterien geforscht. 

Weiter sollen chemische und alternative Bekämpfungsmethoden wie Nützlingsstreifen, Untersaaten oder die gezielte Freisetzung natürlicher Feinde (etwa Nematoden gegen Zikadenlarven) untersucht werden.

Lösungen gegen Krankheiten

Mit den zunehmend wärmeren Sommern werden Pilzkrankheiten zum grösseren Problem, wie es in der Mitteilung heisst. Vor allem Cercosporapilze würden häufiger auftreten, gegen die neue Bekämpfungsstrategien angesichts nachlassender Fungizidwirkung und dem Wegfall chemischer Wirkstoffe dringend nötig seien. Bei der Wahl des richtigen Behandlungszeitpunkts sollen Prognosemodelle zur Vorhersage des Blattlauszufluges oder des Cercosporaerstbefalls helfen.

Herbizidfreie Alternativen testen

Ein weiterer Themenblock des Forschungsnetzwerks beschäftigt sich mit Möglichkeiten für den herbizidfreien Anbau: 

  • Hackroboter
  • Stecklinge setzen
  • Dammkulturen mit verschiedenen biologisch abbaubaren Mulchfolien

Intensivere Suche nach toleranten Sorten

Abgesehen von den mittel- und langfristigen Forschungszielen habe die Fachstelle für Zuckerrübenbau die offizielle Sortenprüfung stark ausgebaut. Mit neuen Versuchen ohne Fungizidbehandlung sowie solche auf SBR- und Vergilbungsstandorten wird die Suche nach der tolerantesten Genetik für Befallsgebiete intensiviert. Erstmals hat die Fachstelle gemäss Mitteilung zusammen mit Agroscope ausserdem eine Resistenzprüfung von virusresistenten Sorten geplant. 

Das alles brauche aber Zeit. Mit einer weiterhin hohen Anbaubereitschaft könnten die Produzenten trotz grosser Herausforderungen dazu beitragen, de Schweizer Zuckerproduktion zu erhalten, schliesst die Mitteilung mit einem Appell. 

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