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Forschung: Wo sich Wölfe voraussichtlich ansiedeln würden

Forschende fanden heraus, worauf Wölfe bei der Wahl eines neuen Reviers achten. Das soll helfen, Schutzmassnahmen gezielter einzusetzen.


In der Schweiz gibt es immer mehr Wölfe. Sie kehren in ganz Europa in jene Gebiete zurück, in denen sie früher zur natürlichen Fauna gehörten. Das sei ein Erfolg strenger Schutzbestimmungen und höherer Wilddichten, schreibt die Universität Bern in einer Medienmitteilung. 

Wo sind Konflikte wahrscheinlich?

Die Wiederansiedlung der Wölfe sehen gerade Landwirte oft mit Skepsis, da sie um ihre Tiere fürchten. Schutzmassnahmen können helfen, sind jedoch teuer und arbeitsaufwendig. Umso wichtiger ist es zu wissen, wo sich Wölfe bevorzugt anisedeln, um gezielt Vorkehrungen treffen zu können. 

Mehr als 100 Fotofallen im Einsatz

Mit einer grossen Anzahl Fotofallen wurden die Aufenthaltsorte von Walliser Wölfen aufgezeichnet. (Bild zVg/Uni Bern)

Um herauszufinden, was für die Wahl eines neuen Gebiets für Wölfe entscheidend ist, untersuchten Forschende der Universität Bern von 2012/13 bis 2015/16 mit mehr als 100 Fotofallen die Lebensraumnutzung von Walliser Wölfen. Dabei betrachteten sie unter anderem folgende möglichen Faktoren:

  • Wetterbedingungen
  • Landnutzung
  • Topografie
  • Beuteangebot

Ein oft vernachlässigter Faktor

Gerade das Beuteangebot (Wildbestände wie Rehe, Hirsche, Gämsen usw.) sei ein oft vernachlässigter Faktor, obwohl es eigentlich ein naheliegendes Kriterium für einen passenden Lebensraum wäre. Allerdings ist es schwer zu messen.

Wildspuren im Schnee gezählt

Um das Beuteangebot einer Gegend zu quantifizieren, zählte man laut Medienmitteilung in abgesteckten Streifen (218 Stück, jeweils à 1 Kilometer Länge) die Spuren des Wilds im winterlichen Schnee.

Wölfe bleiben, wo es Nahrung gibt

Und tatsächlich stellte sich heraus, dass der entscheidende Faktor für die Wahl eines Lebensraums für Wölfe das Beuteangebot ist. 

Rudel werden demnach  vor allem dort gebildet, wo es viel Rotwild oder auch Rehe gibt. Hirsche seien für im Rudel jagende Wölfe die bessere Wahl, da sie profitabler sind. Rehe hingegen sind besser als Beute für Einzeltiere geeignet. 

Ebenfalls wichtige Kriterien waren Niederschlagsmenge und Jagdbanngebiete.

Karten für gezielten Schutz

Der nächste Schritt ist nun, mit dem neuen Wissen Karten zu erstellen. Auf diesen soll ersichtlich sein, wo sich Wölfe am wahrscheinlichsten ansiedeln werden – und damit auch, wo Schutzmassnahmen sinnvoll sind. 

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