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Forschung: Ferkel bleiben auch mit 100 Prozent Bio-Futter gesund und leistungsfähig

Ein Fütterungsversuch mit über 1000 Ferkeln zeigt, dass konventionelles Kartoffelprotein ersetzt werden kann. Eine längere Säugezeit würde eine 100-prozentige Biofütterung erleichtern.


Voraussichtlich noch bis Ende 2025 gilt die Übergangsfrist für Ferkel, in der auch auf Bio-Betrieben ein Anteil von 5 Prozent konventionellem Futter eingesetzt werden darf. Laut Agrarforschung Schweiz nutzt man in erster Linie konventionelles Kartoffelprotein, um das Aminosäurenprofil des Futters und die Stickstoffverwertung der Ferkel zu verbessern. Nun wurde untersucht, ob eine 100-prozentige Bio-Fütterung überhaupt möglich wäre – ohne dass Tiergesundheit und Leistung darunter leiden.

Vier Praxis-Betriebe mit über 1'000 Ferkeln

Dazu testete man auf vier Praxis-Betrieben mit insgesamt über 1'000 Ferkeln verschiedene Ferkelfutter. Die Ergebnisse:

  • Keine Unterschiede in den Wachstumsleistungen zwischen Versuchstieren und der Kontrollgruppe
  • Teilweise trat (Absetz-)Durchfall auf, der bei 100-Prozent-Bio-Futter länger andauerte

Ferkeldurchfall werde durch verschiedene Faktoren ausgelöst, schreiben die Forschenden, und sei zudem nicht auf allen Versuchs-Betrieben aufgetreten. Einen eindeutigen Zusammenhang mit dem Bio-Futter könne man daher nicht nachweisen. 

Veränderte Gehalte im Futter im Verdacht

Trotzdem könnte das veränderte Futter einen Zusammenhang mit dem verlängerten Auftreten von Ferkeldurchfall haben, denn um eine ausreichende Versorgung mit Aminosäuren sicherzustellen, wurde mehr Sojakuchen beigemischt. Dieser enthält aber Allergene, auf die Ferkel mit Durchfall reagieren können. Mehr als 12 Prozent sollte der Anteil von Sojakuchen an der Ration daher nicht steigen, empfehlen die Studien-Autoren.

Neben dem Soja könnten auch ein leichter Mangel an schwefelhaltigen Aminosäuren und Threonin sowie ein teilweise höherer Calciumgehalt im Versuchsfutter zum Auftreten von Durchfall beigetragen haben.

Andere Futterkomponenten wären erstrebenswert

Milchpulver könnte als hochwertige Eiweissquelle in 100-prozentigem Bio-Futter eingesetzt werden, um dieses aufzuwerten. Es würde aber den Preis des Futters steigern und stünde zudem in Konkurrenz zur Verwendung der Milch für die menschliche Ernährung. Gerade bei wiederkehrendem Absetzdurchfall wäre Milchpulver laut den Forschenden dennoch hilfreich. 

Länger säugen vereinfacht die Bio-Fütterung

Eine verlängerte Stillzeit wäre ebenfalls nützlich, um Ferkel ausschliesslich biologisch zu füttern. Länger saugende Ferkel haben tiefere Ansprüche an die Proteinqualität des Futters. «Eine längere Stillzeit fördert eine vielfältigere Futterzusammensetzung im Sinne des Tierwohls», heisst es bei Agrarforschung Schweiz.

Es gebe keine Universallösung, vielmehr müsse man individuelle Lösungen finden, die auf den jeweiligen Betrieb angepasst sein.

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