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Fast die Hälfte weniger Glyphosat

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat die Verkaufszahlen von Pflanzenschutzmitteln in der Schweiz für den Zeitraum von 2008 bis 2017 veröffentlicht. Dabei zeige sich vor allem bei dem umstrittenen Totalherbizid Glyphosat ein erheblicher Rückgang im Verkauf.


Publiziert: 04.02.2019 / 14:25

Seit 2013 ist ein Abwärtstrend in der Gesamtverkaufsmenge von Pflanzenschutzmitteln (PSM) zu verfolgen, berichtet das BLW in einer Medienmitteilung von heute. 

Gemäss der Statistik wurden im Jahr 2017 nur noch 2030 Tonnen Pflanzenschutzmittel verkauft – im Vergleich: in den letzten Jahren betrug die Menge rund 2200 Tonnen pro Jahr. Vor allem sei ein Rückgang der Verkaufsmenge bei den Herbiziden zu verzeichnen: Hier wurden 250 Tonnen bzw. 29 Prozent weniger vermarktet als in den vergangenen Jahren.

Dieser Trend sei laut BLW weitgehend auf die geringen Verkaufsmengen an Glyphosat zurückzuführen, die 2017 um 45 Prozent zurückgingen und auf 186 Tonnen zu liegen kamen (siehe Grafik/Quelle BLW). Eine weitere Erklärung im Rückgang sieht das BLW im vermehrten Einsatz von mechanischer Unkrautbekämpfung. 

Bio und Aktionsplan Pflanzenschutzmittel führen zu geringeren Verkaufszahlen

Pflanzenschutzmittel, die nur in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt werden können, nahmen 2017 um 27 Prozent ab (1250 Tonnen). 2011 betrug die Verkaufsmenge noch 1710 Tonnen.

Zugenommen haben stattdessen die Verkäufe von Wirkstoffen, die in der biologischen Landwirtschaft eingesetzt werden können. Gemäss der Statistik nahm der Verkauf hier um 40 Prozent zu (2008: 600 Tonnen, 2017: 840 Tonnen). "Diese Entwicklung lässt sich teilweise damit erklären, dass im Laufe der letzten zehn Jahre eine immer grössere Landwirtschaftsfläche für den Biolandbau genutzt wird (+33 Prozent)", erklärt das BLW. Zudem würden immer mehr konventionell produzierende Landwirte diese Produkte anstelle von anderen Pflanzenschutzmitteln einsetzen.

Auch bergen einige Pflanzenschutzmittel ein besonderes Risikopotenzial, was die Rückläufigkeit im Verkauf begründen lässt. Deren Verwendung soll nach dem Aktionsplan Pflanzenschutzmittel bis 2027 gegenüber 2012-2015 um 30 Prozent gesenkt werden. "Ein Rückgang um 14 Prozent lässt sich bereits feststellen", so das BLW.

Katrin Erfurt 

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