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«Essen mit Herz»: Der Schweizer Tierschutz will Ordnung ins Label-Chaos bringen

Der Schweizer Tierschutz STS möchte Ordnung in den Labeld-Dschungel bringen. Auf einer Website sollen Konsumenten sich ganz einfach informieren können, welches Fleisch wie produziert wird.


Publiziert: 22.10.2019 / 15:46

Seit einem Jahr arbeitet der STS an seinem neusten Projekt unter dem Motto «Essen mit Herz». Den Konsumenten soll mit Hilfe einer Website eine Überblick über die verschiedenen Fleischlabels, verschafft werden. Dazu wurden pro Label und Fleischsorte 14 Kriterien zusammengetragen und ausgewertet. Konsumenten können so Informationen zu den Labels erhalten, aber auch zu den Detailhändlern und zu den Fleischsorten.

Ein Nachteil für Produzenten und Konsumenten

«Im Moment finden sich nicht einmal Fachpersonen in diesem Chaos zurecht», sagt Patricia Gerber, die für den Kontrolldienst des STS zuständig ist. Der STS bemängelt an der jetzigen Situation nicht nur, dass die Detailhändler die Konsumenten zu wenig informieren, sondern auch, dass Werbung oftmals die Realität beschönigt darstelle. Zudem würden die Detailhändler das Angebot auch drosseln und bei den Landwirten die Preise für gute Produkte drücken, sagt Cesare Sciarra, Leiter des Kompetenzzentrums Nutztiere des STS. Den Kunden sind solche Probleme oft nicht bekannt und es sei für sie deshalb schwierig Entscheidungen zu treffen.

«Top» oder «no go»?

Die neue Website kann einfach bedient werden. Beispielsweise lässt sich nach Fleischsorte und Händler sortieren. Die Ausgewählten Produkte werden dann aufgezeigt inklusive Kaufempfehlung. Die Bewertung basiert auf Kriterien wie die Art und Häufigkeit der Kontrollen, Tierwohl aufgrund von Platz im Stall pro Tier, Auslauf im Freien oder Schlachtung. Auch die finanzielle Sicherheit für die Produzenten wird berücksichtigt. «Die Bewertung der Kriterien basiert auf einzelnen Punkten, die unabhängig und nachvollziehbar sind und aufgrund von Fachwissen und Rückmeldung der Anbieter gewichtet werden», sagt Sciarra.

Die vierstufige Bewertungsskala geht von «no go» bis «top». Die Website zeigt an, wie viele Änderungen in der Produktion noch notwendig sind, um den höchst möglichen Standard zu erreichen. Für einen differenzierteren Einblick können User zusätzlich Information bis auf Stufe der Detailbewertung abrufen.

Druck auf die Produzenten

Natürlich sähe es der STS gerne, wenn nur noch Fleisch der obersten zwei Stufen «top» und «ok» verkauft werden würde. Ziel sei es aber in erster Linie interessierten Konsumenten die Möglichkeit zu bieten sich zu informieren und nicht die Produzenten mit höheren Anforderungen unter Druck zu bringen. Ausserdem sollten vor allem Landwirte, die für ein Label produzieren und so den Aufwand für mehr Tierwohl betreiben, davon profitieren können.

Labels, die mit ihrer Werbung ein falsches Bild vermitteln, sollen aber Labels an den Pranger gestellt werden. «Wenn ein Label keine Weidehaltung voraussetzt, aber mit fröhlichen Tieren auf einer Wiese wirbt, sollen die Konsumenten darauf aufmerksam gemacht werden», so Sciarra.

Die Website wird noch ausgebaut

Im Moment können Konsumenten Informationen zu Rind-, Kalb-, Poulet-, und Schweinefleisch abrufen. Der STS möchte das Angebot noch weiter ausbauen. Bereits in Arbeit ist die Bewertung von Labels für Kuhmilch und Hühnereiern, geplant ist ein Ausbau für Schaf- und Ziegenfleisch und -milch sowie Wachteleier.

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