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Ernüchterung, Wut und Frust

In Frankreich und Deutschland demonstrierten die Milchbauern in den letzten Tagen, nun folgen ihnen die Briten. In Europa sei der Unmut bei den Milchbauern gross, sagt BIG-M-Präsident Martin Haab. 


Publiziert: 09.08.2015 / 11:23

Die Stimmung bei den europäischen Milchbauern ist aufgeheizt», sagt Hanna Penzer, Kommunikationsleiterin vom European Milkboard (EMB), aus Brüssel auf Anfrage der «BauernZeitung». 

Das EMB ist ein Dachverband europäischer Milchproduzenten und wird von Romuald Schaber aus dem Allgäu (D) präsidiert. Auch die Schweiz ist im EMB vertreten, und zwar durch die Bäuerliche Interessengemeinschaft für Milchmarktkampf, BIG-M. Präsident der Vereinigung ist Milchproduzent Martin Haab aus Mettmenstetten ZH. Der Unmut, sagt auch Haab, sei bei den europäischen Bauern enorm.

Haab traf vergangenen Dienstag in Brüssel auf Produzenten aus ganz Europa, das EMB hat zu einer Krisensitzung geladen. Man will den Boden für eine Solidarisierung der verschiedenen Milchproduzentenverbände erreichen und die Basis für eine Protestkundgebung am 7. September in Brüssel schaffen. Dann nämlich sollen Milchbauern aus ganz Europa den EU-Agrarministern den Marsch blasen, die sich zu einem ausserordentlichen Ministertreffen verabredet haben.

Die Solidarisierung ist wichtig. Bisher sei es nämlich oft gelungen, die verschiedenen Interessen der Bauern gegeneinander auszuspielen, sagt Hanna Penzer vom EMB. Weil es unterschiedliche Auffassungen gab, wie man mit der Aufhebung der Milchquoten umgehen soll, war das bisher ziemlich einfach. Da gab es die Vollgasbauern, die unbedingt wachsen wollten, und die Skeptiker, die noch an einer Mengensteuerung in Krisensituationen festhalten wollten. 

Der Markt dreht sich 


In der Zwischenzeit ist die Situation eine andere. «Es ist erstaunlich, dass jetzt sogar der Deutsche Bauernverband zu Protestkundgebungen aufruft», findet Martin Haab. Denn bisher war dieser Bauernverband ein strikter und strammer Befürworter der Marktliberalisierung. 

In der Schweiz findet man für die derzeitige Krise auf dem Milchmarkt klare Worte. Martin Haab findet, dass es das Recht der Bauern sei, «sich nicht mit dem Minimum zufrieden zu geben, das gerade so zum Überleben reicht.» Das Problem sei das Bundesamt für Landwirtschaft und die Politik, die den Ausstieg aus der Kontingentierung schönrede, sagt Haab. Er kandidiert für den Nationalrat  (SVP/ZH) und will dem Schönreden ein Ende setzen. Andererseits sagt SMP-Direktor Kurt Nüesch gegenüber dem «Schweizer Bauer», dass es die Politik sei, die jetzt gefordert sei und handeln müsse. 

Und Demonstrationen hierzulande? Haab glaubt nicht daran, dass sich die Basis mobilisieren lässt. Ob BIG-M Anfang September in Brüssel vertreten sein werde, sei deshalb noch offen, sagt Haab. 

hja

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