Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Eine mobile Hirtenunterkunft

In den letzten rund 15 Jahren hat sich die Anzahl Schaf-Alpen mit ständiger Behirtung verdreifacht und die Anzahl behirteter Schafe verdoppelt. Der Bedarf nach Unterkünften ist gross, eine mobile Hirtenunterkunft soll helfen.


von lid
Publiziert: 01.05.2019 / 14:39
Previous Next

Rund 60 Prozent der 200'000 jährlich gesömmerten Schafe leben auf einer der 200 Alpen mit ständiger Behirtung. Ein Grund dafür ist der benötigte Schutz der Schafe vor Grossraubtieren. Die Hirten brauchen eine zweckmässige Unterkunft für sich und ihre Hunde, die sich nahe der Weidegebiete befindet und gebirgsgerecht ist. Die Raumplanung verunmöglicht oder erschwert teils die Erstellung fester Unterkünfte.

Wohnmodul mit Komfort

Hier kommt die mobile Hirtenunterkunft "Lana" ins Spiel, die an der BEA in Bern präsentiert worden ist. Die Standardunterkunft besteht dabei aus zwei Modulen, eines bietet Platz zum Wohnen, das andere dient als Lagerraum.

Das Wohnmodul ist 6 Quadratmeter gross, hat zwei Kajütenbetten und bietet die Ausstattung zum Kochen und eine Sitzgelegenheit. Wichtig für die Arbeit auf der Alp ist auch der Raumbereich, in dem Kleidung und Schuhe mittels warmer Luft getrocknet werden kann. Die Hirten-Kleider seien auf Alpen abends oft nass, umso wichtiger sei deshalb eine effektive Trocknung, sagt Helen Willems vom Büro Alpe, die selbst fünf Sommer als Hirtin auf Rinder- und Schafalpen verbracht hat.

Für Strom sorgt ein Solarmodul, das Dachwasser kann in einem Tank gesammelt werden. Im ebenfalls 6 Quadratmeter grossen Lagermodul liegt die Trockentoilette. Zudem gehört zu diesem Modul der überdachte Vorplatz.

Beide Module zusammen dienen als Basishütte. Es können 4 Module miteinander kombiniert werden, so dass eine grössere Hütte entsteht.

Mobil auch während des Sommers

Der Vorteil an der Lana-Hütte: Ihre mobile Leicht-Variante kann mit einem kleineren Helikopter, der Lasten bis 850 Kilo transportieren kann, auf die Alp geflogen und temporär aufgestellt werden. Sie kann somit auch während des Alp-Sommers verschoben werden. Unebener Boden wird mittels Kurbeln – ähnlich dem Konzept bei Wohnwagen – ausgeglichen. Geplant ist zudem eine schwere Variante für permanente Unterkunft. Diese verbleibt das ganze Jahr über am Standort.

Aktuell steht ein Prototyp bereit, der auf seinen Einsatz wartet. Verbesserungen beim Gewicht sind noch möglich, etwa indem die Dämmung und/oder die Höhe der Hütte reduziert werden.

Bei der Präsentation des Hütten-Konzepts betonte Lionel Pasche vom Schweizerischen Schafzuchtverband die Bedeutung der Sömmerung für die Alpgebiete. Die Schafe konservierten aussergewöhnliche Biotope und bewahrten die Alpen vor Verbuschung.

Sara Wehrli von Pro Natura lobte die Zusammenarbeit unter den Partnern. Man habe zwar andere Ansichten bezüglich Grossraubtieren, aber der Herdenschutz sei ein gemeinsames Bedürfnis.

Finanzierung

Träger des Projekts ist die Gruppe "SchafAlp", bestehend aus Pro Natura, dem Schweizerischen Schafzuchtverband, WWF Schweiz und Agridea. Das "Unterkunftsprogramm SchafAlp" wird finanziert durch die Gruppe sowie die Bundesämter für Landwirtschaft (BLW) und Umwelt (Bafu). Entwickelt wurde die Unterkunft in Zusammenarbeit mit der Berner Fachhochschule Architektur Holz und Bau.

Werbung
Werbung
Verwandte Themen
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
BEA lebt dank Landwirtschaft
27.04.2019
Die traditionelle BEA hat auf dem Berner Ausstellungsgelände ihre Tore geöffnet. Wichtige Elemente der Frühjahrsmesse sind die Tiere und das "Grüne Zentrum". Die rund 600 Kühe, Pferde und Kleintiere sowie Lebensmittel aus der Region sind Publikumsmagnete für Jung und Alt.
Artikel lesen
Während andere grosse Schweizer Messen wie die Basler Muba, das Comptoir Lausanne oder die Zürcher Züspa die Türen endgültig geschlossen haben, hat die BEA mit rund 300'000 Besuchern weiterhin Perspektiven. Die meisten Messefans wollen nicht bloss Waren konsumieren, sondern etwas erleben. BEA-Verwaltungsratspräsidentin Franziska von Weissenfluh sieht die Messe als Ort für berührende Erlebnisse. ...
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!