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Eine Frostnacht mit Bangen und Hoffen

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sank das Thermometer in vielen Regionen unter Null. Dies führte bei den Obst-, Beeren- und Traubenproduzenten zu einem Grosseinsatz.


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Die Frostnacht vom 27. auf den 28. April sorgte vielerorts für  Bangen und Hoffen. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt können vielen Kulturpflanzen arg zusetzen oder gar zu einem teil- oder vollständigen Ertragsausfall führen. Je nach Lage und Ort sank das Thermometer im Zürcher Weinland und im Kanton Schaffhausen bis au -3°C. So wurden in Marthalen -2°C, in Hallau -3°C oder in Flaach -2,7°C gemessen.  Insbesondere Beeren, Stein- und Kernobst, Trauben, aber auch Frühkartoffeln sind gefährdet. In den letzten Jahren sind in Frostnächten vermehrt speziell entwickelte Heizkerzen aufgekommen. Diese werden zu Dutzenden in Obst- und Rebkulturen  gleichmässig verteilt und angezündet.


Gefährdete Mini-Kiwis
Besonders gefährdet sind auch Minikiwis, wie sie in Truttikon angebaut werden. Kiwiproduzent David Keller setzte auf in kleine Kartoffelsäcke abgefüllte Holzschnitzel, weil nirgends mehr Heizkerzen aufzutreiben waren. Diese wurden ebenfalls um Mitternacht angezündet und sorgten zugleich für eine Rauchbildung.


Alter Brennkessel ausgegraben
Florian Gut in Rudolfingen grub die von seinem Grossvater noch verwendeten alten Brennkessel aus. Während diese früher mit Schwer- oder Altöl oder gar Kohle gefüllt wurden, setzte er auf fein gespaltetes Brennholz, welches er in den Kesseln entzündete, um so etwas Wärme in den Rebberg  am Fuss des Hamenberges zu bringen.


Mit allen Mitteln gegen den Frost
Auf der Obstbau- und Beerenbetrieb der Familie Eichenberger in Uhwiesen kam der Frostbuster zum Einsatz. Diese mobile mit Gas betriebene Heizung ist auf einer Achse aufgebaut und wird von einem  Schlepper gezogen. Sie bläst seitlich die warme Luft unter die Kulturen. Die heisse Luft erreicht dabei in der Maschine eine Temperatur von 80 bis 100°C, kühlt sich aber ausserhalb der Maschine auf kurze Distanz auf 20°C ab. Diese Technik erlaubt es, dass in Abständen von  60 bis 90 Metern gefahren werden kann, sofern man alle 10 Minuten an der gleichen Stelle passiert. Beim Steinobst kamen zwei stationäre Heizungen zum Einsatz. Mit einem grossen am Schlepper aufgebauten Gebläse wurde die Luft in einem Teil der Obstanlagen aufgewirbelt. Damit kann erreicht werden, das sich die kühlen Schichten am Boden mit den darüber liegenden wärmeren Schichten vermischen. Zudem setzten die Eichenbergers den Obstanlagen auch auf die Wärmekerzen.


Teilweise beachtliche Schäden
Am Donnerstag um die die Mittagszeit zeigte sich ein teilweise beachtliches Schadensbild. Im Weinbau fällt dieses unterschiedlich aus. Je nach Sorte, Unterlage, Lage und Wachstumsstand sind erste sichtbare Schäden vorhanden, wobei man sicher mit positiven und negativen Überraschungen rechnen muss. Eine Schadensminderung dürfen jene Rebbauern erwarten, welche präventiv auf das Anschneiden einer Frostrute gesetzt haben.  Arg sieht es auch in der Minikiwianlage in Truttikon aus. Trotz dem enormen Einsatz mit den vielen Feuern konnte David Keller und seine Helfer nicht verhindern, dass ein Grossteil der jungen Triebe sich bräunlich bis schwarz einfärben und absterben. Beim Obst allgemein wird es sich erst zeigen müssen, wie sich die kalte Nacht ausgewirkt hat.
Keine Chancen für grüne Spargeln


Keine Chancen hatten aber auch die grünen Spargeln, alles was über dem Boden vorhanden war, ist dem Frost zum Opfer gefallen. Somit wird es einige Tage dauern, bis die nächsten Triebe für neue Spargeln sorgen werden.  Die zahlreichen Feuer und Wärmekerzen haben auch die Feuerwehren auf Trab gehalten. Sie musste sie mehrmals ausrücken, um vermeintliche  Brände in den Reb- und Obstanlagen zu löschen.  Roland Müller

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