Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Ein Säuli strebt nach mehr

Von Schlachttieren werden zu oft nur noch die Edelstücke verwendet: Mit einem Kurzfilmwettbewerb will KAG Freiland zum Kutteln- und Schweinsöhrchen-Essen animieren.


Zwei Ferkel sprechen über ihre Zukunftswünsche. Während das eine ganz dem heutigen Trend entsprechend meint, es möchte mal Plätzli werden, beginnt das andere mit Côtelette, Speck und Cervelat, zählt dann aber auch Butterzopf, Leberli, Schinken, frittierte Schweinsöhrli und vieles mehr auf und das alles möchte es neben den Plätzli auch noch werden. Filmende. 


Weniger Fleischabfälle, 
mehr Vielfalt


Dieser Animationsfilm ist am Dienstag am «All of it»- Kurzfilmwettbewerb zum Siegerfilm gekürt worden. Er hat, so die Jury, die Aufgabe des Wettbewerbs am besten erfüllt: In 20 Sekunden das Thema der vollständigen Verwertung von Nutztieren pointiert, originell und optisch spannend darzustellen. 


Die «All of it»-Kampagne wurde im Mai letzten Jahres lanciert und zielt darauf ab, den Konsumenten Innereien, Gnagi und Sauerbraten wieder schmackhaft zu machen. Die Labelorganisation KAG Freiland, von der die Kampagne stammt, will damit dazu beitragen, von der Konzentration auf Edelstücke sowohl in der Vermarktung als auch in der Tierhaltung abzukommen. 


Kampagne geht 
auch Gastronomie an

«In meinem Engagement bei Bio Suisse sah ich vor einigen Jahren, wie die Konsumenten nach Biopouletbrust schrien, während wir auf den Schenkeln sitzen blieben», erzählt Jakob Treichler, Präsident von KAG Freiland. Aufklärung mittels der Kampagne lohnt sich, davon ist er überzeugt. 


Seit dem Kampagnenstart vor etwas weniger als einem Jahr wurde eine Rezeptsammlung im Internet eröffnet, die laufend erweitert wird. Ein Rezeptwettbewerb kürte die Anweisungen zu einem Sandwich mit Rindsfederstück, einem Kastanien-Hühnerleber-Crostini und einem Sugo vom Ochsenschwanz mit schwarzer Schoggi. 


Im Rahmen der Kampagne wurden aber auch Restaurantwochen durchgeführt. Acht Restaurants von Zürich bis ins Wallis boten «All of it»-Gerichte an. 


Zweiter und dritter Platz 
sind ebenfalls sehenswert

Der zweitplatzierte Film von Nina Mischler aus Winterthur, «Stier am Mittag», zeigt ein Interview mit einem Stier, wie mit 
einem Sportler nach dem Wettkampf. Dem Stier wurden nur 
die Filetstücke entnommen. Er schildert seine lange Vorbereitungszeit auf die Schlachtung und gibt unter Tränen seiner Enttäuschung Ausdruck über die selektive Auswahl seines Angebots.

Auf dem dritten Platz steht der Film von Denis Beljan aus Aachen. Er zeigt eine elegant gedeckte Tafel, an der eine Person mit Schweinsmaske sitzt. Diese trägt ein Gedicht vor, das daran appelliert, das Schwein mit Haut und Haar zu nehmen. «Denn schliesslich schlägt mein Herz nur für dich», so endet der Film. 


«Nose to Tail»-Bewegung 
gab Anstoss für Kampagne

Der Engländer Fergus Henderson, Spitzenkoch und Restaurantbesitzer, hat durch seine Gerichte, für die er praktisch das ganze Tier verwendete, einen Trend ausgelöst. Seine Rezepte hat er in einem Buch «Nose to Tail», also von der Nase bis zum Schwanz, zusammengefasst. Die Bewegung ist mittlerweile auch in die Schweiz über geschwappt. 


Nadine Baumgartner

Die Filme sehen Sie hier

War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Werbung
Artikel zum Thema
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!
Folgen Sie uns