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Ein Leser erzählt: Ein ehrlicher Kuhhandel

BauernZeitung-Leser Toni Merki stört sich daran, dass das Wort «Kuhhandel» oftmals im negativen Sinn benutzt wird. Er erzählt in folgendem persönlichen Text von einem Kuhhandel der positiven Art.


Bei der letztjährigen eidgenössischen Abstimmung vom 19. Mai, wo es unter anderem um das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung ging, tauchte in den Leserbriefen der Zeitungen immer wieder das Wort «Kuhhandel» auf – und zwar im negativen Sinn. Man unterstellte dem Abstimmungstext, dem Stimmbürger keine freie Wahl zu lassen.

Gespräch in der Fussballpause

Einen Kuhhandel der ehrlichen Art, also im positiven Sinn, durfte ich selber einmal erleben:
Im Sommer 2008 fand die Fussball- Europameisterschaft statt. Unsere Nachbarn hatten einen Teil ihrer Scheune geräumt, eine Grossleinwand für die Direktübertragungen der Fussballspiele montiert und Stühle und bequeme Sessel aufgestellt. Die ganze Nachbarschaft und Bekannte konnten so die wichtigsten Spiele gemeinsam verfolgen. Selbst für Essen und Getränke war grosszügig gesorgt. 

Zur Person

Toni Merki ist pensionierter Landwirt, liest jede Woche die BauernZeitung von A bis Z und hat im Leben viel erlebt. 

Beim einen Spiel sass ein Bauer aus unserer Nachbargemeinde, Peter, hinter mir. Ich kannte ihn nicht näher, als Berufskollege war er mit jedoch bekannt. In der Pause kamen wir ins Gespräch. Er erzählte mir, dass er seine Milchkühe demnächst verkaufe und seinen Betrieb auf Mutterkuhhaltung umstellen wolle. Ich meinerseits hatte das Pensionsalter erreicht und wollte per Ende Jahr meinen landwirtschaftlichen Pachtbetrieb aufgeben. Meine Mutterkuhherde, 15 Kühe mit Kälbern und ein vierjähriger Zuchtstier, würden dann zum Verkauf stehen. 

Vertrag per Handschlag

Schon früh am nächsten Morgen tauchte Peter auf meinen Hof auf. Zusammen besichtigten wir meine Viehherde, bevor ich sie auf die Weide entliess. Bald waren wir per Handschlag handelseinig und setzten das Datum der Übergabe auf den 5. Januar 2009 fest. Eine Woche davor trafen wir uns nochmals bei mir in der warmen Stube, wo wir bei einem Kaffee die praktischen Einzelheiten der «Züglete» besprachen. Als wir alle Tiere in zwei Camions mit Anhänger verladen hatten und hinter den beiden Lastenzügen ins Nachbardorf fuhren, sagte Peter ganz beiläufig zu mir: «Nächste Woche hast du das Geld auf deiner Bank.» 

Es wurde nie eine Rechnung oder eine Quittung geschrieben. Unsere beiden Frauen schüttelten nur den Kopf. Sie Summe belief sich übrigens auf 64'000 Franken. Ein Kuhhandel, ohne schriftliche Formalitäten, nur mit einem ehrlichen Handschlag. Erlebt und bestätigt. 

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