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Eier von Tigermücken in Basel-Stadt entdeckt

Eier der Asiatischen Tigermücke sind Ende Juli an zwei Orten im Kanton Basel-Stadt nachgewiesen worden. Die Behörden haben Massnahmen ergriffen. Die aggressiven Insekten können Krankheiten übertragen.


von sda
Publiziert: 25.08.2017 / 11:44

Die beiden Fundorte auf dem Friedhof Wolf sowie in der Nähe des Autobahnzolls an der Grenze zu Frankreich werden im Rahmen eines nationalen und kantonalen Überwachungsprogramms beobachtet, wie das baselstädtische Gesundheitsdepartement (GD) am Freitag mitteilte. Es werde vermutet, dass die gefundenen Gelege von einzelnen Einschleppungen stammen.

Mögliche Brutstätten auf öffentlichem Grund wollen die Behörden nun mit einem biologischen Schädlingsbekämpfungsmittel behandeln. Zudem werden gemäss Mitteilung an den beiden Fundorten zusätzliche Fallen aufgestellt. Mit diesen Massnahmen soll die Populationsdichte der Tigermücken gesenkt werden. Stoppen lasse sich die Ausbreitung aber nicht, hält das Gesundheitsdepartement fest.

Erste Mücken in Basel 2015 entdeckt

Hinweise auf eine etablierte Tigermücken-Population gibt es im Kanton Basel-Stadt laut den Behörden derzeit jedoch noch keine. Erstmals waren im Stadtkanton vor zwei Jahren einzelne Exemplare gesichtet worden. 2016 startete das Kantonale Laboratorium zusammen mit dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut ein flächendeckendes Monitoring mit Fallen an 18 Standorten.

Im Spätsommer 2016 waren gemäss dem Ende Juni erschienenen Überwachungs-Bericht eine Mücke sowie Eier auf dem Friedhof Wolf entdeckt worden. Die übrigen Fallen blieben leer. Schwerpunkte der Überwachung sind etwa auch der Rheinhafen, das Schlachthofareal, das Bahnhofareal St. Johann sowie Familiengarten-Areale. 2017 wurden gemäss dem Kantonalen Labor nebst den Eiern bislang keine Mücken entdeckt.

Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Europa seit Jahren aus. In der Schweiz waren 2003 erstmals Tigermücken im Tessin entdeckt worden. Die Mücken gelten als sehr aggressiv. Ihr Stich kann starke Reaktionen verursachen. Zudem sind sie potentielle Überträgerinnen von Krankheitserregern. Gemäss GD ist in der Schweiz bisher jedoch noch keine Krankheitsübertragung dokumentiert.

sda

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