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Dürreschäden: Erste Schätzungen in Frankreich

Die extremen Wetterbedingungen in diesem Jahr haben auch den Landwirten in Frankreich schwer zu schaffen gemacht. Das zeigt sich in den ersten Schadensprognosen der Ernteversicherer.


Wie die Vereinigung der genossenschaftlichen Agrarversicherungskassen (Groupama) kürzlich mitteilte, wurden den angeschlossenen Unternehmen mehr als 16'000 Schadensmeldungen in Verbindung mit Trockenheit angezeigt. Das entspreche fast 300'000 ha oder 11% der abgesicherten Fläche.

Betroffen sind nach Angaben von Groupama vor allem der Norden, der Osten und Teile Zentralfrankreichs. Die am stärksten geschädigten Kulturen seien Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben; übermässige Niederschläge im Frühjahr hätten ein nur schlecht entwickeltes Wurzelsystem zur Folge gehabt, was die Auswirkungen der sommerlichen Dürre bei diesen Pflanzen noch verstärkt habe.

Hagel sorgte für grosse Schäden

Die gravierendsten Schäden sind der Vereinigung zufolge allerdings auf Hagel zurückzuführen. Die Schätzungen für 2018 gingen hier von Schäden zwischen 75 Mio Euro (86 Mio CHF) und 80 Mio Euro (91,5 Mio CHF) aus. Die Ausfälle durch Trockenheit würden hingegen „nur“ auf 35 Mio Euro (40 Mio CHF) bis 40 Mio Euro (46 Mio CHF) veranschlagt.

Pacifica, die Versicherung der Bank Crédit Agricole, führt nach eigenen Angaben ein Viertel der im Rahmen von Ernteversicherungen geltend gemachten Schäden auf die Dürre zurück. Bei den grossen Kulturen belaufe sich diese Summe auf 15 Mio Euro (17 Mio CHF) bis 18 Mio Euro (20,6 Mio CHF). Mit erheblichen Ausfällen rechnet Pacifica auch beim Grünland. In dieser Sparte werde voraussichtlich die Hälfte der Versicherten Anspruch auf eine Zahlung haben.  

AgE

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