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Diesen 5 Wildtieren geht es besser

Der Mensch zerstört Lebensräume, vermüllt die Ozeane, wildert und sorgt für die Erwärmung des Weltklimas: Fast 27'000 Tierarten stehen zum Ende dieses Jahres als bedroht auf der Roten Liste, zehntausend mehr als noch vor rund zehn Jahren. Es gibt aber auch Gewinner.


von sda/dpa
Publiziert: 27.12.2018 / 15:20

Die Umweltstiftung WWF ist um die Fauna besorgt: "Das ist neuer Negativrekord und betrifft fast 30 Prozent aller untersuchten Arten", erklärte dieser  am Donnerstag zum Erscheinen der neuen Liste der Gewinner und Verlierer im Tierreich 2018. Auch wenn einige Arten am Rande des Aussterbens stehen, gibt es demnach auch Beispiele, die hoffen lassen. Eine Auswahl:

Waldrapp

(Bild pixabay)

Die nicht gerade ansehnlichen Vögel mit schwarzem Gefieder und langem, gebogenen Schnabel galten früher als Delikatesse - Überjagung führte im 17. Jahrhundert zu ihrem Aussterben in Mitteleuropa. Ein von der Europäischen Union unterstütztes Projekt hat zum Ziel, den seltenen Zugvogel wieder anzusiedeln. Bis Ende 2019 sollen wieder 120 Waldrappe zwischen nördlichem Alpenvorland und Toskana ziehen. Mangels erwachsener Leittiere flogen erste Exemplare mit menschlicher Navigationshilfe vom Bodensee ins Winterquartier nach Italien - in Begleitung eines Leichtflugzeugs.

Tiger

(Bild pixabay)

In Nepal geht es für die Grosskatzen bergauf. Nachdem dort 2009 nur noch rund 120 Tiger lebten, seien es nun mehr als 230, teilte das Umweltministerium des Landes nach sechsmonatiger Zählung in drei Nationalparks mit. Nepal gehört zu 13 Staaten, die sich 2010 auf Schutzzonen für die Grosskatzen einigten. Ziel ist es, die Zahl der wilden Tiger weltweit bis 2022 zu verdoppeln. Derzeit sind noch knapp 3900 übrig - von einst 100'000 Tigern in Asien. Nicht nicht nur Wilderer bleiben ein Problem. Schaut man nur auf Nepal, ist der Tiger ein Gewinner.

Bienefresser

(Bild pixabay)

Sie sind so bunt, dass Laien sie für ausgebüxte Käfigvögel halten dürften. Doch die aus den Tropen und Subtropen stammenden Bienenfresser finden in Europa zunehmend Lebensräume. Von 2000 Brutpaaren und verstärkter Zuwanderung aus dem Mittelmeerraum spricht der WWF. Zu ihrer Beute zählen - anders als der Name vermuten lässt - neben Bienen auch andere Insekten. Die Präsenz der Vögel hierzulande geht laut der Umweltorganisation auf die Klimaerwärmung zurück.

Tüpfelbeutelmarder

Von Michael Barritt & Karen May - Flickr, taken by Michael Barritt & Karen May, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1553778

Die nachtaktiven Einzelgänger mit dem gepunkteten Fell hatten stets einen begrenzten Lebensraum in Australien. Seit sie vor rund 50 Jahren auf dem Festland ausstarben - importierte Feinde wie Füchse und vermutlich eine Krankheit hatten ihren Anteil -, gab es sie nur noch in Tasmanien. In einem Zucht- und Rückkehr-Projekt, an dem unter anderem der WWF beteiligt ist, wurden 2018 Tüpfelbeutelmarder in einen australischen Nationalpark umgesiedelt. Ob es gelingt, dort wieder eine Population aufzubauen? Der erste Nachwuchs bei den Tieren, die ein wenig an eine Mischung aus Maus und kleiner Katze erinnern, kam in diesem Sommer zur Welt.

Kegelrobben in der Ostsee

2018 wurde dort wieder ein Kegelrobben-Baby geboren, nachdem die Kegelrobben dort beinahe ausgerottet wurden. Internationaler Naturschutzarbeit ist es zu verdanken, dass sich heute wieder über 30‘000 Kegelrobben in der Ostsee tummeln. Da an den Wurfplätzen in der nördlichen Ostsee immer mehr Gedränge herrscht, weichen einige Artgenossen in den Süden aus.

sda

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