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Die rotbeinige Baumwanze macht sich an Kirschen im Mittelland zu schaffen

In Leutwil AG sorgen rote Baumwanzen in einer Kirschenplantage für Aufsehen. Agroscope beschwichtigt: Der Zusammenhang zu den Schäden sei nicht zwingend.


Publiziert: 12.07.2019 / 10:20

Kürzlich meldete ein Kirschenproduzent aus Leutwil AG einen Befall von rotbeinigen Baumwanzen. Laut dem Regionajournal Aargau Solothurn ein Format von SRF hätten sich die Schädlinge an 150 seiner Bäume zu schaffen gemacht.

Einige Früchte litten unter der Wanze

Am vergangenen Mittwoch trafen sich dann Spezialisten des Kantons Aargau und der Forschungsanstalt Agroscope und nahmen die Anlage in Augenschein. Es zeigte sich, dass tatsächlich einige Früchte von den Wanzen befallen waren. "Die rotbeinige Baumwanze hinterlässt trichterförmige Einbuchtungen oder andere Deformationen an den Früchten", erklärt Barbara Egger, von Agroscope, welche in Leutwil vor Ort war auf Anfrage der BauernZeitung.

Der grösste Teil der Schäden sei aber nicht der rotbeinigen Baumwanze zuordenbar. Dabei handelt es sich um Fruchtfall an der Kirschensorte Regina. "Der Fruchtfall ist vermutlich mit den Witterungsbedingungen um die Blütezeit zu erklären", so Egger. Ein ähnliches Phänomen haben man nämlich bereits am Steinobstzentrum im Breitenhof beobachtet.

Ob zusätzlich zur rotbeinigen Baumwanze auch marmorierte Baumwanzen in der Plantage ihr Unwesen treiben ist bisher noch unklar. "Wir haben Fallen mit Lockstoffen platziert, um zu schauen, ob es auch marmorierte Baumwanzen hat", führt die Spezialistin aus.

Die Wanzen breiten sich auf komplexe Weise aus

Zurzeit beobachtet Agroscope die Schäden weiter und sucht nach möglichen Bekämpfungsmassnahmen. "Es gibt noch keine bewährte Art, die Insekten zu bekämpfen", so Egger. Da die Insekten polyphag sind, ist es schwer einzuschätzen, auf welche Wirtspflanzen sie sich vermehrt ausbreiten.

In der Schweiz sind die rotbeinigen Baumwanzen heimisch. "Im Mittelland hat man Schäden der Wanzen bisher im Kernobst vorgefunden", meint Egger. Bei Agroscope seien aus verschiedenen Kantonen Fälle gemeldet worden.

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