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Die Holzkette ist überfordert

Die aktuelle schwierige Absatzlage gab an der Generalversammlung zu reden.


Nur schon 15 bis 20 Prozent mehr Rundholz als üblich bringe die Holzkette in der Schweiz an ihre Grenzen. Zwar gab es sturmbedingt letztes Jahr Mehrmengen, die Sägereien vermochten aber nur 10 Prozent mehr als üblich  zu bewältigen, bedauerte Ruedi Gerber, Präsident von Wald Luzern an der ­Generalversammlung Anfang April. Mit der seit Jahren angestrebten Nachfragesteigerung für Schweizer Holz könnten die Verarbeiter offensichtlich gar nicht mithalten.

Gleich lange Spiesse

Dieses Problem gelte es künftig gemeinsam zu lösen. Zumal nach den letztjährigen Winterstürmen gerade aktuell wieder mit viel zusätzlichem Käferbefall und somit Holzanfall gerechnet werden müsse. Es sei bedauerlich, dass aber auch jetzt noch immer Sturmholz aus dem Vorjahr auf den Abtransport warte.

Auf die Situation machte Wald Luzern kürzlich die Medien und Politik aufmerksam, und erwartet auch für den privaten Luzerner Wald gleiche Bedingungen beziehungsweise eine Unterstützung wie in anderen Kantonen (siehe auch BauernZeitung vom 29. März). Die Bewältigung der Käfer- und Trockenschäden aus dem Vorjahr werde die Luzerner Forstwirtschaft auch dieses Jahr noch beschäftigen, ergänzte Geschäftsführer Werner Hüsler. Um das viele Käferholz bewältigen zu können, wäre eine energetische Nutzung erwünscht. Aber Luzern fördere ja nicht einmal kleinere Holzheizungen, wurde bedauert.

Fonds Suisse bezahlt Schäden

Frohe Botschaft für die vom vielen Sturmholz von letztem Jahr betroffenen privaten Waldeigentümer. Auf die Sammelgesuche von zehn Luzerner regionalen Waldorganisationen liegt nun die Antwort von Fonds Suisse vor. Die Versicherung zahlt einen Beitrag von rund 60 Prozent an die ungedeckten Kosten von über 1 Mio Franken. Konkret erhalten acht Organisationen für 474 Waldeigentümer eine Schadensvergütung von 577 000 Franken.

Vom Mehrwert profitieren

Gerber blickte auf die Gründung von "Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz" letzten November zurück, welche die Holzkette stärken soll. Wald Luzern ­erwarte, dass auch die Waldeigentümer von der steigenden Nachfrage nach Schweizer Holz profitieren,  sonst müsse das Mitmachen in Frage gestellt werden.
Die regionalen Waldorganisationen sollen künftig bei der Strategieentwicklung unterstützt werden. Dank finanziellen Beiträgen von Bund und Kanton könnten Vorstände von stark vergünstigten Strategieworkshops profitieren.

Die Jahresrechnung schloss mit einem leichten Überschuss ab. Ab Sommer 2019 würden auch bei den nicht organisierten Waldeigentümern Beiträge für die Schweizer Holzförderung (SHF) eingezogen. Sofern dies die Delegiertenversammlung von Wald Schweiz beschliesse, wie Hüsler orientierte.

Aus dem Vorstand ausgeschieden ist nach elf Jahren Hansruedi Hochuli. Er wird ersetzt durch Lukas Gerig von Wald Seetal Habsburg als Vertreter der Betriebsförster. Der vakante Sitz der Korporation wurde neu besetzt mit Toni Meyer, Grosswangen.

Gemeinsame Holzwerbung

Proholz Lignum Luzern führte kürzlich die elfte und gleichzeitig letzte Generalversammlung durch. Künftig werden die Aktivitäten von einer überregionalen Promotionsorganisation, nämlich Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz, wahrgenommen. Geschäftsstelle und Geschäftsleitung bleiben identisch. Bruno Röösli von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald überreichte Präsident Pirmin Jung einen Sack Romooser Holzkohle. Damit das Feuer für Schweizer Holz auch in der neuen Organisation weiter brenne.

Zu wenig Forstfachleute

Im Anschluss an die GV orientierte Erwin Meier vom Staatsforstbetrieb über die Berufsbildung der jungen Forstfachleute in der Zentralschweiz, welche durch die Organisation der Arbeitswelt Wald (OdAWald) getragen wird.  Die Anzahl der neueintretenden Forstwart-Lernenden ist seit Jahren rückläufig, letztes Jahr waren es noch zwei Dutzend in der gesamten Zentralschweiz. Knapp sei allerdings auch die Anzahl Lehrbetriebe. Allerdings brauche es weiterhin gut ausgebildetes Forstpersonal auf allen Stufen. Meier rief die Waldeigentümer dazu auf, für die überbetrieblichen Kurse Übungsflächen zur Verfügung zu stellen.
Weitere Informationen: www.waldluzern.ch

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