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«Di fair Milch Säuliamt»: 40 Prozent zahlen 20 Rappen mehr

«Di fair Milch Säuliamt»steht in den Regalen der Volgläden des Zürcher Bezirk Affoltern. Der Liter Vollmilch kostet 1,90 Franken. Das sind 20 Rappen mehr als ein Liter herkömmliche Vollmilch.


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Trotz der Preisdifferenz wählen 40 Prozent der Kunden die teurere Vollmilch. Um den Bedürfnissen der Kunden entgegenzukommen, hat die Genossenschaft «Faire Milch Säuliamt» einen Milchdrink mit einem Fettgehalten von lediglich 2.5 Prozent lanciert.

Seit dem 2. Dezember 2017 ist die «Di fair Milch Säuliamt» auf dem Markt. Lanciert hat dieses Label die Genossenschaft «Faire Milch Säuliamt», in der 43 Milchproduzenten aus dem Zürcher Bezirk Affoltern zusammengeschlossen sind. Ihr Ziel war es, im ersten Jahr unter dem neuen Label 100 000 Kilogramm Milch zu verkaufen.

Ziel erreicht

«Ziel erreicht!» Dieses Fazit können sie gut neun Monate nach dem Start ziehen. Bereits sind 110 000 Kilo «faire Milch» verkauft worden. «Der Beweis ist erbracht: Die Leute sind bereit, auch für Milch einen angemessenen Preis zu bezahlen», sagt Martin Haab, Medienverantwortlicher der Genossenschaft und Präsident von Big-M. Unter einem angemessenen Preis versteht Haab einen Preis, der die Kosten der Produzenten deckt und diesen darüber hinaus über den Verkauf ihrer Milch noch einen Verdienst ermöglicht.

Kunden hinzugewonnen

Verkauft wird «Di fair Milch Säuliamt» im Ladennetz der Landi Albis, das im wesentlichen elf Volgläden und den Lärchenmarkt in Bonstetten umfasst. Dazu kommen vier Hofläden im Zürcher Bezirk Affoltern. In den Regalen der Volg-Läden wird «Di fair Milch» zu einem Preis von 1.90 Franken angeboten. Das sind 20 Rappen mehr als für herkömmliche Vollmilch. «Seit wir ‹Die fair Milch› im Angebot haben, hat in unseren Volg-Läden der Verkauf von Vollmilch um 30 Prozent angezogen», sagt Armin Heller, der Geschäftsführer der Landi Albis. «Bei 40 Prozent der Vollmilch, die wir verkaufen, handelt es sich um ‹Di fair Milch›, bei den restlichen 60 Prozent um konventionelle Pastmilch.» Armin Heller geht davon aus, dass die Landi Albis dank des neuen Angebots zwei bis drei Prozent neue Kunden gewinnen konnte. Die Kunden würden die Regionalität schätzen. Aber auch die Tatsache, über den Kauf dieser Milch den Landwirten einen Mehrwert zu verschaffen.

Einen Nachteil hat die «Di fair Milch» allerdings: Viele Kundinnen und Kunden sind es nicht gewohnt, Vollmilch zu trinken. Deshalb bietet die Genossenschaft «Faire Milch Säuliamt» seit dem 19. September auch einen Milchdrink mit einem Fettgehalt von lediglich 2,5 Prozent an. Die Produzenten der Genossenschaft erhalten am Ende des Jahres für den Teil der Milch, den sie über das Label «Di fair Milch» abgesetzt haben, einen Bonus von 25 Rappen pro Kilo.

Europaweit präsent

Die Marke «Die faire Milch» gehört dem European Milkboard (EMB) mit Sitz in Brüssel, dem auch die Genossenschaft «Faire Milch Säuliamt» angeschlossen ist. Ziel der EMB ist es, europaweit Milchpreise durchzusetzen, die für die Produzenten kostendeckend sind. Bei der Lancierung des neuen Milchdrinks in Knonau war auch EMB-Präsident Erwin Schöpges dabei. Er sagte, es sei zentral, dass die Marke «Die faire Milch» den Bauern gehöre, und skizzierte dabei die Entwicklung dieser Marke in Belgien. Es sei zudem wichtig, dass das Label in jeder Ladenkette landesweit mit mindestens einem Produkt vertreten sei, wie dies in Belgien der Fall ist. So weit ist «Di fair Milch Säuliamt» noch nicht. Als nächsten Schritt plant der Verein über die Molkerei Höhn, welche die Milch pasteurisiert und abfüllt, in einzelnen Läden in der Stadt Zürich Fuss zu fassen.

chw

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