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Deutlich weniger Schweizer Zucker

In der Schweiz wird dieses Jahr deutlich weniger Zucker produziert als im Rekordjahr 2014, dennoch dürfte die Nachfrage befriedigt werden können. Zufrieden ist die Schweizer Zucker AG insbesondere mit dem hohen Zuckergehalt.


Auf etwas über 230'000 Tonnen schätzt die Schweizer Zucker AG die diesjährige Produktion, wie CEO Guido Stäger gegenüber dem LID erklärte. Verarbeitet werden in den beiden Werken in Aarberg und Frauenfeld insgesamt rund 1,4 Millionen Tonnen Zuckerrüben. Das sind deutlich weniger als im aussergewöhnlichen Jahr 2014. Dieses ging mit einer Zuckerproduktion von gut 300'000 Tonnen und 1,95 Millionen Tonnen verarbeiteter Zuckerrüben als Rekordjahr in die Geschichte ein.

Hohe Zuckergehalte

Dennoch zeigt sich Guido Stäger zufrieden: "Die Zuckergehalte sind sehr erfreulich. Einzelwerte liegen oft über 19 Prozent, die Durchschnittswerte etwas unter 19 Prozent". Der warme Herbst konnte allerdings nur noch wenig Zuwachs bringen, weil es dafür zu trocken war. "Aber wir hatten ausgezeichnete Erntebedingungen mit nur sehr geringem Erdanhang", so Stäger. Dies bedeutet auch eine einfachere Verarbeitung in den Fabriken.

Genügend Schweizer Zucker

Stäger ist aufgrund der aktuellen Kampagne auch zuversichtlich, dass die Kunden 2016 mit genügend Schweizer Zucker versorgt werden können. "Wichtig ist für uns, die Anbaubereitschaft der Bauern zu erhalten", sagt der CEO. Der Zuckerpreis sei glücklicherweise nicht weiter gefallen und es zeichne sich gar eine sehr zögerliche Erholung ab. "Unser Ziel ist es, für nächstes Jahr genügend Anbaufläche zu finden, um die längerfristige Versorgung mit Schweizer Zucker, zu hoffentlich etwas besseren Preisen, sicher zu stellen", so Guido Stäger (siehe auch Textbox).

Jonas Ingold, lid

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