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Der Klimastreik fordert zu kleinräumiger Organisation auf – auch in der Landwirtschaft

Im Mai soll der nächste Streik stattfinden. Im Voraus hat die Bewegung ein Manifest veröffentlicht, das die gesamte Bevölkerung zum Handeln und Organisieren lokaler Gruppen aufruft.


Aus Sicht des Klimastreiks hat das aktuelle Wirtschafts- und Politsystem versagt. Es mangle an Demokratie und die auf unbegrenztes Wachstum ausgelegte Wirtschaft habe dazu geführt, dass weder Regierungen noch Grosskonzerne ein Interesse daran hätten, aktuelle ökonomische, soziale und ökologische Krisen ernsthaft anzugehen. Daher brauche es eine tiefgreifende Veränderung, die mit der Schaffung lokaler Gruppen angegangen werden soll, heisst es in einer Mitteilung des Klimastreiks

Sich im Alltag zusammenschliessen

Zuerst solle man sich dort zusammenschliessen, wo man den Alltag verbringt – am Arbeitsplatz, Ausbildungsorten, in lokalen Gruppen innerhalb der Nachbarschaft. Die Beteiligten können dann gemeinsam Vorschläge und Forderungen erarbeiten, wie gemeinsame Anliegen erreicht werden können und die für die gewünschten Veränderungen notwendigen Alternativen aufbauen. «Gemeinsam möchten wir über unsere Arbeits- und Lebensbedingungen entscheiden. Lokal, regional sowie international müssen wir demokratische Gefässe aufbauen», so der Klimastreik.

Dieses Vorgehen ist aus Sicht der Bewegung eine Möglichkeit, sich gemeinsam hin zu einer sozialen und ökologisch tragfähigen Gesellschaft zu entwickeln. Am «Strike for Future» am 21. Mai 2021 soll sodann ein Zeichen für eine «ökologische, solidarische und gerechte Zukunft für alle» gesetzt werden. 

Mehr darüber, wie sich der Klimastreik Lokalgruppen vorstellt und eine Karte mit bestehen Gruppen finden Sie hier. 

Lokale Lebensmittelsysteme als Ziel

In seinem Mainfest zum «Strike for Future» zeichnet der Klimastreik auf, wie eine ökologische, solidarische und gerechte Zukunft in verschiedenen Bereichen aussehen könnte. Für die Landwirtschaft nennt das Manifest folgende Forderungen:

  • Umsetzung der Ernärhrungssouveränität inklusive Zugang zu Produktionsmitteln, Land und natürlichen Ressourcen für die Produktion von Lebensmitteln.
  • Beteiligung kleiner Lebensmittel-Produzenten an Entscheidungsprozessen.
  • Umstellung auf eine gesündere und kleinbäuerliche Landwirtschaft.
  • Abschaffung von hochbelastenden Grossierzuchtanlagen.
  • Lebensmittelverteilung aus den Händen der Grossverteiler nehmen und stattdessen lokale Systeme aufbauen.
  • Nachhaltige Produktionsprozesse nutzen (nachhaltig in sozialer wie auch ökologischer Hinsicht).
  • Nahrungsmittel sollen je nach Transportweg besteuert und diese Einnahmen für die Förderung nachhaltiger, saisonaler und inländischer Produktion eingesetzt werden. 
  • Mehr Bildung im Bezug auf das Ernährungssystem. Diese solle so früh wie möglich beginnen. 
  • Schutz und Ausbau der Rechte von Bäuerinnen und Bauern sowie anderer Menschen, die in ländlichen Gebieten arbeiten (Umsetzung der UN-Erklärung zu den Rechten der Landarbeiter)

Fehler beim Status quo

Das derzeitige agroindustrielle Modell der Lebensmittelproduktion sei schädlich und auf Export, Monokulturen für Tierfutter und industrielle Verarbeitung ausgerichtet, schreibt der Klimastreik. Es könne weder für eine ausreichende und gesunde Ernährung aller Menschen noch das Recht der Produzentinnen und Produzenten auf ein angemessenes Einkommen garantieren. 

Das Spekulieren mit Lebensmitteln und die Tatsache, dass der lokale Bedarf von der lokalen Wirtschaft entkoppelt wird, mache Märkte fragil und volatil. Grosskonzerne mit Patenten auf Saargut und viel Einfluss verschlimmern die Lage aus Sicht des Klimastreiks. 

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