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Der Kanton Freiburg macht bei den Kontrollen des Gewässerschutzes vorwärts

Bereits heuer werden die vom Bund geforderten 13 neuen Kontrollpunkte im Kanton Freiburg überprüft. Erste Testläufe haben erfolgreich stattgefunden.


Nebst den bisherigen offiziellen Kontrollen und den privaten Labelkontrollen haben die 40 Kontrolleure der Freiburgischen Vereinigung der umwelt- und tiergerecht produzierenden Landwirte (Fipo) dieses Jahr erstmals auch Gewässerschutz-Kontrollen durchzuführen. Wie Präsident Laurent Overney an der 26. Hauptversammlung vom Mittwoch ausführte, fallen mehr und kompliziertere Betriebskontrollen an.

Tests durchgeführt

Begleitet von der Fipo, dem Amt für Landwirtschaft (LwA) und Amt für Umwelt (AfU) wurden im vergangenen Sommer auf 18 Testbetrieben Kontrollen durchgeführt. Wie Jonathan Dorthe vom Amt für Umwelt anfang Februar anlässlich einer Informationsveranstaltung in Grangeneuve ausführte, wurde den Testbetrieben ein Formular zur Selbstdeklaration ausgehändigt. Es umfasst 13 Kontrollpunkte (siehe Kasten). 80 Prozent der durch den Betriebsleiter durchgeführten Beurteilung stimmten mit der Beurteilung der Kontrolleure überein, berichtete er. Der Vorstand der Fipo unterstütze deshalb dieses Selbstkontrollsystem, welches eine vereinfachte Kontrolle erlaube, sagte Präsident Overney.

Das sind die 13 Punkte 

Mit 13 Punkten lässt sich überprüfen, ob ein Betrieb die wichtigsten Anforderungen an den Gewässerschutz erfüllt. Die Kontrolle, die laut Agridea und AfU im Rahmen der Grundkontrollen durchgeführt wird, ist eine visuelle. Das heisst, es werden keine Dichtheitsprüfungen durchgeführt oder nach Mängeln gegraben. Ziel sei es, die wichtigsten Risiken und mögliche Fehler festzustellen. Sechs Kontrollpunkte betreffen den baulichen Gewässerschutz (Gülle- und Mistlager, Zwischenlagerung von Mist auf dem Feld, Silo, Siloballen und Sickersaft, Laufhof, Umschlag- und Gülleentnahmeplätze und Waschplätze); fünf Kontrollpunkte betreffen die Pflanzenschutzmittel (PSM), Düngemittel und Treibstoffe (Lager PSM, Abstellplätze für Spritzgeräte, Füll- und Waschplatz für Spritzgeräte; Betankungsplatz, Lagerung von Treibstoffen, Fetten und Ölen); Diffuse Einträge von Nährstoffen und PSM (Weide, Schächte auf landwirtschaftlicher Nutzfläche). 

Falsche Anschuldigungen

Mit Bedauern stellte Laurent Overney fest, dass der Druck auf den Berufsstand trotz bereits unternommenen Anstrengungen zur Reduktion der Umweltbelastungen weiter zunehme. «In den Augen vieler Menschen scheint es fast so, als ob nur die Bauern die Umwelt verschmutzten und für alles Übel der Gesellschaft verantwortlich gemacht würden.» Mit den Abstimmungen über die Initiativen (Gewässerschutz, Verbot von Pestiziden, Massentierhaltung), Mercosur und AP 22+ werde das laufende Jahr zu einem Schicksaljahr für die Bauernfamilien, sagte er.

Reich befrachtetes Jahr

Über die umfangreichen Kontrollen informierte Geschäftsführer Olivier Dorthe. Bei den ­ Winterkontrollen stand die Einhaltung der Tierschutzanforderungen im Zentrum. Mindestens 40 Prozent der Betriebe müssen unangemeldet kontrolliert werden. Sämtliche ausgeführten Kontrollen lösten Beiträge in der Höhe von 168 Millionen Franken aus. Die Kontrollgebühren beliefen sich auf 700 000 Franken und erlaubten einen positiven Rechnungsabschluss.

Senkung von Gebühren

Für 2020 stehen neue Kontrollen an: Reduktion von Herbiziden auf offenen Ackerflächen und Gewässerschutz. Trotzdem konnte der Vorstand eine Senkung der Grundgebühren vorschlagen. Die neuen Gebühren werden auf den bisherigen Ansätzen mit einem Koeffizient von 72 Prozent berechnet.

 

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