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Der Borkenkäfer bedroht den Berner Wald

Die Winterstürme und die Trockenheit des Frühlings begünstigen die Entwicklung der Borkenkäfer im Berner Wald. Die befallenen Bäume sollten rasch entfernt und verkauft werden, doch die Nachfrage ist wegen der Covid-19-Pandemie kaum mehr vorhanden.


Die starken Stürme im Winter und der warme, trockene Frühling haben im Berner Wald Spuren hinterlassen. Mancherorts würden die jungen Blätter der Buchen bereits Verfärbungen zeigen, eine Folge der Trockenheit, schreibt die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern in einer Mitteilung.

Geschwächte Fichten seien ideale Brutstätten für den Borkenkäfer. Befallene Bäume sollten genutzt werden, bevor eine weitere Generation von Käfern ausfliegen könne. Sonst bestehe die Gefahr, dass grossflächig Fichtenbestände absterben, heisst es weiter.

Der Verkauf der Bäume ist erschwert

Die Corona-Massnahmen im In- und Ausland wirken sich auch auf den Holzmarkt aus. Normalerweise kann das befallene Holz rasch geschlagen und verkauft werden. Die Holzerlöse helfen mit, die Forstschutzmassnahmen zu finanzieren. Dies ist aktuell kaum mehr möglich.

Zusätzliche Mittel für den Forstschutz werden beantragt

Als Folge der aufwändigen Käferbekämpfungsmassnahmen stünden zudem in den Schutzwäldern in den Alpen, Voralpen und im Berner Jura weniger Mittel für die ordentliche Schutzwaldpflege zur Verfügung. Das Amt für Wald und Naturgefahren wird daher beim Bund zusätzliche Mittel für den Forstschutz im Schutzwald und die Unterstützung der Anpassung der Wälder an den Klimawandel beantragen.

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