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Der BLW-Direktor rühmt zum Abschied die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft

Die Ära Bernard Lehmann ist im BLW nach acht Jahren zu Ende. Zum Abschluss zeigt sich Lehmann erfreut über die Einkommensentwicklung. Trotz verlangsamtem Strukturwandel habe die Wertschöpfung zugenommen.


Publiziert: 28.06.2019 / 17:34

Am Freitag hatte Bernard Lehmann seinen letzten Arbeitstag als Direktor des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW). Im Editorial zum heute publizierten BLW-Newsletter erklärt Lehmann, der Trend zur positiven Einkommensentwicklung habe sich zuletzt verstärkt (s. Kasten). Das sei erfreulich und zeige, dass die Landwirtschaft erfolgreich eine Wertschöpfungsstrategie fahre.

AP 14-17 umgesetzt

Lehmann war acht Jahre lang im Amt. Der ehemalige ETH-Professor hatte nicht sehr viele Vorschusslorbeeren, doch insgesamt ist seine Bilanz gut. Er hat die vom Vorgänger Manfred Bötsch übernommende Agrarpolitik 14-17 übernommen und so umgesetzt, dass sie von den meisten Landwirten heute verteidigt wird. Mit AP 22+ hat er ein Paket aufgegleist, das zwar gewisse Schwachpunkte aufweist, aber insgesamt Kontinuität gewährleistet.

Wie er im Abschiedsinterview mit der BauernZeitung (s. unten) erklärte, hätte Lehmann zuweilen gerne freier kommuniziert und wohl auch agiert. In der Tat war es für den Agrarpolitik-Fachmann vermutlich nicht immer einfach, mit einem agrarpolitisch verhältnismässig wenig spezialisierten Bundesrat als Chef zu funktionieren.

Am eindrücklichsten zeigte sich das seinerzeit bei der Präsentation der missglückten Gesamtschau, die vom Johann Schneider-Ammann auf eine Weise interpretiert wurde, die das BLW als Hauptautorin komplett in den Regen stellte. Lehmann waren aber die Arme gebunden in Sachen Kommunikation.

Interimistische Nachfolge

Nun, so funktioniert das Schweizer System und auch der Nachfolger oder die Nachfolgerin von Lehmann wird sich mit dessen Gepflogenheiten herumzuschlagen haben. Immerhin steht mit Guy Parmelin nun ein ex-Landwirt in der ministerlichen Verantwortung, was die Zusammenarbeit erleichtern dürfte. Die Nachfolge ist immer noch ungeklärt. Zu erwarten ist, dass diese nach den Sommerferien präsentiert wird. Interimistisch übernimmt die BLW-Personalchefin Andrea Leute das Amt. 

Bernard Lehmanns Abschiedseditorial

"Es gibt zahlreiche Vorgehensweisen oder Strategien, um das Einkommen eines landwirtschaftlichen Betriebs zu verbessern. Im Vordergrund steht in agrarpolitischen Kreisen oft alleine der sogenannte Strukturwandel, verstanden als Zuwachs bei der Fläche und beim Tierbestand. Dies bewirkt meistens die Erhöhung des Umsatzes und eine Senkung der Einheitskosten. Aber eben nicht immer, weil das Wachsen auf diese Weise auch kostspielig ist.

Bei genaueren Hinschauen sieht man, dass die Landwirtschaft in den letzten 10 Jahren vermehrt andere Wege beschritten hat, um die Einkommen zu verbessern. Man sieht zum Beispiel, dass sich der Strukturwandel deutlich verlangsamt hat. Da hätte man eigentlich eine Abschwächung der Einkommensentwicklung erwarten können. Das Gegenteil ist der Fall.

Der Trend der positiven Einkommensentwicklung hat sich verstärkt. Dies ist sehr erfreulich und zeigt, dass die Landwirtschaft erfolgreich eine Wertschöpfungsstrategie fährt und dafür die eingesetzten Arbeitsstunden und das investierte Kapital besser entschädigen kann. Dieser Effort ist wirklich bemerkenswert und erfreut den abtretenden BLW Direktor."

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Kommentare (1)
Andreas V. am 09.07 2019 um 23:13
Die Rühmung der Einkommensentwicklung ist alles andere als rosig und Bernard Lehmanns Angaben sind im Artikel grundfalsch, was die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft betrifft. Zum landwirtschaftlichen Einkommen werden alle ausserbetrieblichen Einkünfte dazu gerechnet, während man in der Privatwirtschaft nicht auf die Idee käme, das Einkommen der Ehefrau eines KMU'lers zum Betriebseinkommen zu zählen. Es mag sein, dass der Direktverkauf gestiegen ist. Dass aber die Landwirte immer weniger in der Landwirtschaft verdienen, ist auch Fakt. Alle landwirtschaftlichen Einkommen sind i.F. rückläufig, sie stagnieren. Das Bundesamt für Landwirtschaft ist eine Organisation, dessen Betrieb anscheinend ohne Chef auch weiter "funktionieren kann". Das Bundesamt muss nichts produzieren und die Löhne fliessen auch ohne wirtschaftlichen Druck weiter. Das wäre bei einem landw. Betrieb unmöglich! Das Bundesamt für Landwirtschaft wurde übrigens historisch nicht nach dem ersten Weltkrieg 1918 gegründet, sondern ist aus dem historischen Kontext entstanden, dass früher landwirtschaftliche Vereine seit ca. 1815 Bundesbeiträge und Unterstützungsgelder erhalten hatten und um 1884 diese Unterstützungen gesetzlich fixiert wurden und dafür eine neu geschaffene "Abteilung für Landwirtschaft" ins Leben gerufen wurde, die später zu "Bundesamt für Landwirtschaft" umgetauft wurde. Zitat: "...Die ab 1851 ohne gesetzl. Umschreibung hautpsächlich an die landwirtschaftl. Hauptvereine (Landwirtschaftliche Vereine) ausgerichteten Bundesbeiträge wurden erstmals 1884 mit dem "Bundesbeschluss betreffend die Förderung der Landwirtschaft durch den Bund" gesetzlich verankert; 1893 wurde dieser zum Bundesgesetz erweitert. Die wachsende agrarpolit. Tätigkeit zeigt sich auch daran, dass 1878 das Eisenbahn- und Handelsdep. als Handels- und Landwirtschaftsdep. (heute EVD) neu strukturiert wurde, dem 1881 eine "Abt. Landwirtschaft" (seit 1979 Bundesamt für Landwirtschaft) angegliedert wurde." https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013789/2012-08-16/ Herr Lehmann ist dabei der zehnte Direktor des BLWs gewesen: https://www.histoirerurale.ch/pers/personnes/Bundesamt_fuer_Landwirtschaft.html
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