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Den Traktor im Griff

Traktoren werden immer grösser, stärker und anspruchsvoller zu bedienen. Deshalb muss einen praktischen Fahrkurs absolvieren, wer einen modernen Traktor lenken will. Mittlerweile haben dies 10'000 Personen getan.


Publiziert: 01.09.2014 / 08:47

Ohne praktische Prüfung kein Führerausweis: Wer einen Personenwagen lenken will, muss beweisen, dass er mit Steuerrad, Kupplung und Schalthebel umgehen kann und kein Sicherheitsrisiko auf der Strasse ist. Beim Traktor hingegen reichte lange eine theoretische Prüfung aus.

Breiter, länger, schneller

Kein Wunder: Traktoren fuhren langsam, waren eher selten auf Strassen anzutreffen, wogen nur leicht mehr als ein Personenwagen. In den vergangenen Jahren hat eine Entwicklung stattgefunden, die Max Binder, Präsident des Schweizerischen Verbands für Landtechnik, an einer Veranstaltung so umschrieb:"breiter, länger, schneller".

Heutige Traktoren sind XXL-Maschinen, tonnenschwer, PS-stark, voller Elektronik, die bis zu 40 km/h schnell fahren. Nur dank immer leistungsfähigeren Landmaschinen kann eine abnehmende Anzahl Bauern ihre immer grösser werdenden Betriebe bewirtschaften. Der Strukturwandel hat dazu geführt, dass Bauern heute mehr auf den Strassen unterwegs sind, weil sie nicht mehr nur Land rund um den Hof bewirtschaften, sondern zunehmend auch weiter entfernte Felder.

10'000 Absolventen

Vermehrte Strassenpräsenz einerseits, anspruchsvollere Handhabung und schnellere Traktoren andererseits: Um die Sicherheit auf den Strassen zu gewährleisten, darf nur einen modernen Traktor lenken, wer nebst einer theoretischen Prüfung auch einen praktischen Fahrkurs erfolgreich absolviert hat.

Der Praxisteil, der sogenannte G40-Kurs, wird vom Schweizerischen Verband für Landtechnik (SVLT) durchgeführt, der den Lehrgang zusammen mit dem Bundesamt für Strassen (Astra) konzipiert hat. 1998 wurde der erste solche Fahrkurs durchgeführt, seither haben ihn 10'000 Personen absolviert.

Vorausschauend fahren lernen

Der zweitätige Kurs umfasst 20 Lektionen, dabei müssen diverse Fahrübungen bestritten werden. Die Teilnehmer lernen unter anderem, die Last des Anhängers richtig einzuschätzen und wann welcher Gang eingelegt werden muss. Sie üben den Umgang mit Rückspiegeln und Blinkern, schauen das Verhalten im Kreisel an, lernen, wie man richtig einspurt.

"Die Kursabsolventen sollen ein Gefühl für die anderen Verkehrsteilnehmer entwickeln, sie sollen lernen, vorausschauend zu fahren und nicht nur an die eigene Motorhaube zu denken", erklärt Willi von Atzigen, Geschäftsführer des SVLT.
Schnell ausgebucht

Die Fahrkurse sind beliebt. "Sobald die Daten ausgeschrieben werden, sind die Kurse blitzartig ausgebucht", erklärt von Atzigen. Die Teilnehmerzahl steigt von Jahr zu Jahr. Vor allem Personen von gemischten Bauernbetrieben aus der Hügelzone absolvieren den Kurs. "Ursprünglich haben wir gedacht, dass vor allem Leute von Ackerbaubetrieben Interesse am Kurs haben werden", so von Atzigen.


70 Prozent der Absolventen sind 14 oder 15 Jahre alt. Nur gerade 3 Prozent der Absolventen sind älter als 19 Jahre. "Die Teilnehmer sind immer sehr motiviert und diszipliniert", schwärmt Fahrlehrer Hugo Landolt. Probleme hätte es kaum je gegeben. Willi von Atzigen bestätigt: "Die Jungen sind keine Risikogruppe".

Michael Wahl, lid

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