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Den Raps im Auge behalten

Vom Auflaufen bis zum 6-Blatt-Stadium der Rapspflanzen gilt die Aufmerksamkeit nun vor allem den Schnecken.


von Barbara Graf, Bildungszentrum Wallierhof
Publiziert: 01.09.2019 / 09:21

Die Sorge um den frisch gesäten Raps ist gross: Bei schönem Wetter vermehren sich die Insekten gut, was für Erdflöhe oder Blattwespen spricht. Ob die Bekämpfungsschwelle überhaupt erreicht wird, ist jedoch noch nicht voraussehbar und muss am aufgelaufenen Raps ab dem Keimblattstadium beurteilt werden. Daneben dürfen weitere Schädlinge, wie die Schnecken, nicht vergessen werden.

Die Saatdichte wählen

Wer den Raps noch nicht gesät hat, kann die Saatdichte noch überdenken. Verschiedene Versuche der letzten Jahre haben gezeigt, dass der Raps mit 50 Körnern pro Quadratmeter häufig zu dicht gesät wird. Raps ist die Ackerkultur, welche das höchste Kompensationsvermögen besitzt. Stehen also im Herbst vielleicht nur 15 statt 50 Pflanzen pro m2, werden diese 15 Pflanzen mehr Seitentriebe und allgemein kräftigere Pflanzen ausbilden. Der Ertrag kommt zu 2/3 aus den Seitentrieben, auch dies haben Versuche des Forum Ackerbau gezeigt. Damit jedoch das Risiko für eine Spätverunkrautung und der Schaden von Schnecken, Erdflöhen und weiteren Schädlingen schon eingerechnet ist, empfiehlt sich eine sehr tiefe Saatdichte von 10 bis 20 Körnern nicht. Infolge dessen wären 25 bis 35 Körner bei idealen Bedingungen gut. Mit dieser Anzahl Körner kann immer noch der Höchstertrag erreicht werden, was dreijährige Versuche der Liebegg (AG) zeigen. Im August gesäter Raps wird dank den hohen Bodentemperaturen und genügend Bodenfeuchte rasch auflaufen. Auch die Wurzelhals- und Stängelfäule (Phoma) kann sich gut entwickeln und zu einem frühen Befall führen. Phoma kann mit dem Wind über weite Strecken in andere Felder übertragen werden. In Ausfallraps der «alten» Rapsfelder ist Phoma oft verbreitet vorhanden. Auch Schädlinge wie der Erdfloh bauen ihre Population in Ausfallraps-Parzellen auf und gehen dann auf die Neuansaaten über. Als vorbeugende Massnahme gegen Krankheiten und Schädlinge sind die Felder mit Ausfallraps spätestens jetzt zu mulchen oder zu bearbeiten und auf die Folgekultur vorzubereiten.

Schnecken kontrollieren

Vom Auflaufen bis zum 6-Blatt-Stadium der Rapspflanzen gilt die Aufmerksamkeit nun vor allem den Schnecken. Die einfachste Methode zur Schneckenkontrolle ist der Jutesack. Häufig wird eine grosse Schneckenpopulation in einer Parzelle zu spät bemerkt. Dieses Jahr muss wahrscheinlich mit etwas mehr Schnecken gerechnet werden als letztes Jahr. Ihre Aktivität wird bei Temperaturen über 20 °C gebremst, aber sie können sich in tiefere Bodenschichten zurückziehen und bei günstigen Bedingungen wieder herauskommen. Mit dem vermehrten Morgentau im August sind die Voraussetzungen für die Schnecken günstig, an die Oberfläche zu kommen. Saaten von letzter und dieser Woche sind, falls noch nicht erfolgt, zu kontrollieren. Entlang von Grünland, Hecken und Waldrändern muss später allenfalls eine zweite Schneckenkorngabe gestreut werden. Beim zweiten Mal Köderstreuen müssen die Vorschriften von mindestens 14 Tagen Abstand zur Erstbehandlung sowie total maximal 700 g vom Wirkstoff Metaldehyd (bei den meisten Mitteln 2×7 kg Köder), eingehalten werden. Übermässige Dosierungen machen keinen Sinn, da die Köder inklusive deren Wirkstoff auch anderen Tieren (z. B. Würmer oder Laufkäfern) schaden und durch Feuchtigkeit abgebaut werden. Walzen vor oder nach der Saat ist eine wirksame Massnahme, um den Befall zu reduzieren. Das Forum Ackerbau macht Versuche, in welchen diverse Untersaatmischungen und geeignete Anbaumethoden getestet werden. Es zeichnete sich über die Jahre ab, dass mit einer Untersaat einen leicht tieferen Ertrag in Kauf genommen werden muss. Wenn sich der Raps jedoch ungehindert entwickeln konnte und nicht durch die Untersaat konkurrenziert wurde, sind die gleichen Erträge (ohne Herbizideinsatz) wie ohne Untersaat (mit erbizideinsatz) möglich.

 

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