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Den Gastrobereich ausgebaut

Die fünffache Mutter Nicole Reusser sorgt gerne für das Wohlbefinden der Menschen.


Publiziert: 28.08.2016 / 06:02

Die Zwergziegen klettern und spielen übermütig in ihrem Gehege neben dem Haus. Am Ziegenstall sind Namensschilder angebracht: Siri, Luana, Noëlle, Ronja und Damian.

Die Namen der fünf Kinder von Nicole und Fritz Reusser. Wer 2014 die «Landfrauenküche» geschaut hat, dem ist die Familie aus dem solothurnischen Biez-wil ein Begriff. Inklusive der vielen Ziegen – die seinerzeit für die Kinder angeschafft wurden und sich munter vermehrten.


Unterrichtstätigkeit

In der «Landfrauenküche» sah man Nicole Reusser mit der kleinen Siri im Rohbau des neu umgebauten Bauernhauses. Nun wohnt die Familie bereits seit eineinhalb Jahren darin. Die grossen Fenster bringen viel Licht ins Haus. Auch in die offene Küche, dem Hauptarbeitsplatz der gelernten Ernährungsberaterin, die seit 13 Jahren an

der Migros Klubschule Bern im Lehrgang Ernährungscoach unterrichtet.


Durch die Fernsehsendung habe sich viel verändert, sagt die 40-Jährige. «Damals wohnten wir im Stöckli und richteten nur ab und zu einen Apéro aus. «Nach der Sendung nahmen

die Anfragen zu, und da sie schon lange mit dem Gedanken spielte, den Gastrobereich auszubauen, wollte sie den «Hype» ausnützen.

Stimmungsvolle Anlässe

Im Gewölbekeller entstand der «Zelgli-Träff», wo in gediegenem Rahmen Familienfeste, Taufen, Jahresessen und ähnliches stattfinden. Einmal pro Monat gibts am Sonntag den Landfrauen-Brunch, und an einem Freitag- oder Samstagabend den «Zelgli-Obe», einen stimmungsvollen Abend mit feinem Essen, Kerzenlicht und saisonaler Dekoration. Es läuft erfreulich gut. «Das fägt», sagt Nicole Reusser.


«Ich mache fast alles selber», betont die Powerfrau, die sich als «flexibel-dynamisch» bezeichnet. Sie legt grossen Wert auf eine saisonale, regionale Küche. «Wir wissen bei allem, woher es kommt. Vom Fleisch unserer Schweine bis zum Honig von den Nachbarn.» Reussers sind daran, den Aussenbereich neu zu gestalten, um auch vermehrt Apéros draussen anbieten zu können. Es wird eine Terrasse geben, und Fritz Reusser pflanzte zu den bestehenden noch weitere Hochstammbäume. Aus der Ernte  zaubert die Gastgeberin neue Desserts.


Nicole Reusser arbeitet auch als Doula. In diesem Beruf begleitet sie Frauen während der Schwangerschaft und Geburt. «Ich bin für die emotionale Seite zuständig, die Hebamme für die medizinische. Ich kann Frauen stärken, sie in ihrer Selbstbestimmung unterstützen. Das ist mir sehr wichtig.» Sie macht heute noch zwei bis drei solche Begleitungen pro Jahr, die Familie trägt diese intensiven Zeiten mit. Wenn sie zu einer Geburt muss, springen auch mal die Schwiegereltern ein. «Ich arbeite sehr gerne mit Menschen», sagt sie. «Das ist eigentlich das grosse Gemeinsame bei meinen verschiedenen Tätigkeiten.» Es ist ihr wichtig, für das körperliche und seelische Wohlbefinden der Menschen zu sorgen.

Und was tut Nicole Reusser für sich alleine? «Eigentlich ist meine Unterrichtstätigkeit etwas, was ich auch für mich mache», betont sie. «Ein Stück Wertschätzung für mich, die ich mir erarbeitet habe.» Zweimal pro Woche geht sie ins Krafttraining, was ihr sehr gut tut. Sie ist Mitglied im Arbeitskreis «Gäste auf dem Bauernhof» – und natürlich bei den Landfrauen. «Und ich versuche, ab und zu etwas zu lesen. Reportagen im Geo, einen Roman….»


Familienzeit ist wichtig

Durch den Gastrobereich sind viele Wochenenden bei Reussers besetzt. Dann helfen alle mit. 
Nicole ist für die Administration zuständig, das Einkaufen und Kochen. Ehemann Fritz und die Schwägerin helfen beim Servieren. Die grösseren Kinder können sich zusätzliches Taschengeld verdienen. Die Spezialität der zehnjährigen Ronja sind Rösti und Rührei, ihr älterer Bruder schält jeweils die «Gschwellten» und hilft beim Aufräumen.«Ronja spielt gerne mit den Kindern der Gäste oder zeigt den Hof.»


Doch es ist ihnen wichtig, auch Wochenenden für die Familie freizuhalten. Sie haben einen Wohnwagen, mit dem sie auch mal spontan losfahren können. «Das ist ein Stück Freiheit», freut sich Nicole Reusser, die schon früher mit ihrem Mann gerne gereist ist. «Es tut uns allen gut.» Dank den Schwiegereltern, welche die Schweine versorgten, war es diesen Sommer erstmals möglich, mit dem Wohnwagen für zwei Wochen nordwärts zu fahren. Rechtzeitig zum 1.-August-Brunch waren Reussers wieder zurück. 270 Besucher genossen den Brunch bei perfektem Wetter.


Renate Bigler-Nägeli

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